Kostenvergleich Rad gegen Auto Das Velo ist Sieger der Herzen

Fahrrad gegen Auto: Die beiden Verkehrsmittel im Kostenvergleich
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Fahrrad gegen Auto: Die beiden Verkehrsmittel im Kostenvergleich

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3. Teil: Betriebskosten von Rad und Auto


Bei der Berechnung der laufenden Kosten haben die Wissenschaftler auf Daten der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße - Schiene - Verkehr (FSV) zurückgegriffen. Die FSV hat die durchschnittlichen Betriebskosten eines Pkw in Österreich berechnet, also den Mittelwert über alle Pkw des Landes. Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • Abschreibung und Verzinsung
  • Wartungs- und Reparaturkosten
  • Parkkosten

Diese Betriebskosten bestehen wiederum aus einer fahrleistungsabhängigen und fahrzeitabhängigen Komponente, beide müssen berücksichtigt werden. Sie betragen fürs Auto 11,9 Cent/km und 5,80 Euro/Stunden. Die Werte fürs Fahrrad liegen bei 4,8 Cent/km und 81 Cent/Stunde. Weil es sich bei diesen Zahlen um Mittelwerte handelt, sind die Betriebskosten bei teureren Autos oder Fahrrädern natürlich höher.

Beim Kraftstoffverbrauch haben die Forscher ebenfalls den Mittelwert der gesamten Pkw-Flotte Österreichs verwendet - berechnet vom Umweltbundesamt http://www.umweltbundesamt.at/en/hbefa/. Die Kraftstoffkosten liegen demnach bei 3,2 Cent/km (bei 25 km/h und rund 7,0 Liter/100 km). Mithilfe der Durchschnittsgeschwindigkeiten von Auto (25 km/h) und Rad (15 km/h) kann man aus den Betriebs- und Kraftstoffkosten die laufenden Kosten pro Kilometer berechnen. Sie liegen bei 10,20 Cent (Rad) beziehungsweise 38,30 Cent (Auto) pro Kilometer.



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mabra 28.03.2011
1. Naja
Die Berechnungen sind etwas merkwürdig. Die Kosten für das Fahrradfahren sind pro Kilometer also höher, wenn man im Schnitt 10 Euro pro Stunde an Kosten rechnet. Ich fahre ca. 3000 kilometer im Jahr mit dem Rad und etwa 12000 km mit dem Auto. Das Rad nutze ich überwiegend im Stadtverkehr für Strecken bis 10 Kilometer. Auf diesen Strecken bin ich mit dem Rad zumindest im Berufsverkehr nur minimal langsamer, denn: mich interessiert kein Stau und ich kann Wege fahren, die ich mit dem Auto nicht fahren kann. Insofern passt die Zeitrechnung nicht und "gleiche Entfernung" auch nicht. Ich brauche mit dem Rad zur Arbeit (6 km) 5 Minuten mehr. Das als Kosten zu sehen, naja. Gerade die Kurzstrecke spart enorm an Kosten, denn in den ersten Kilometern ist der Verbrauch (und der CO2-Austoß) am höchsten.
LouisWu 28.03.2011
2. ...
Zitat von sysopAutofahren ist teuer, radeln billig? Die Wirklichkeit ist komplizierter. Verkehrsforscher aus Österreich haben die Kosten der beiden Transportmittel im Detail verglichen. Das Auto schlägt sich dabei erstaunlich gut - trotz CO2-Emission und teurem Benzin - verliert aber am Ende doch. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,753206,00.html
Wie schön, das alles. "Trotzdem erweist sich das Radfahren am Ende aller Berechnungen als deutlich günstiger - und zwar aus einem einzigen Grund: Wer regelmäßig in die Pedale tritt, tut eine Menge für seine Gesundheit. Vor allem Herz und Kreislaufsystem profitieren..." Man hat - wie üblich - nicht zu Ende gedacht. Wie nett, wenn etwas für die Gesundheit getan wird. Irgendwie. Vergessen wurde, dass die Krankheitskosten für Personen >80 Jahren um Faktor fünf über dem Durchschnitt liegen. Unsterbliche Körper mit dementen, zerstörten Gehirnen. Das ist die Zukunft unserer Gesundheitsapostel.....
bulleblau 28.03.2011
3. Rechenfehler
Da sind rgendwo gewaltige Rechenfehler drn. Auf S1. des Artikels lese ich "Nachdem Trunk und Meschik die Positionen Anschaffung, Unterhalt, Reparaturen, Parken und Kraftstoff für beide Verkehrsmittel addiert und wiederum pro Kilometer berechnet hatten, landete das Auto bei 38,3 Cent, das Fahrrad bei 10,2 Cent." und auf S3 lese ich "Mithilfe der Durchschnittsgeschwindigkeiten von Auto (25 km/h) und Rad (15 km/h) kann man aus den Betriebs- und Kraftstoffkosten die laufenden Kosten pro Kilometer berechnen. Sie liegen bei 10,20 Cent (Rad) beziehungsweise 38,30 Cent (Auto) pro Kilometer." Das klingt eher plausibel. Mir scheint, da wurden im ersten Teil falsche Zahlen verwendet. Ein Auto hat natürlich höhere Anschaffungskosten verbunden mit enorm hohen Wertverlust, dazu kommt Sprit, Versicherung, Steuer, Wartung und Verschleißteile. Der "Schweizer Tagesanzeiger" hat mal die Summen berechnet, die ein Mensch so im Leben (zwischen 18 und 77 Jahren) für das Autofahren aufwendet; es wurde in D die Summe von 330.607 SFR angegeben, umgerechnet ca 5600SFR/Jahr. Das heißt also, ich könnte mir als Radfahrer jedes Jahr ein vergoldetes Velo kaufen. Oder unendlich viel teure Zeit verschwenden.
spon-tan100 28.03.2011
4. Keine Fahrwegekosten!?
Zitat von mabraDie Berechnungen sind etwas merkwürdig. Die Kosten für das Fahrradfahren sind pro Kilometer also höher, wenn man im Schnitt 10 Euro pro Stunde an Kosten rechnet. Ich fahre ca. 3000 kilometer im Jahr mit dem Rad und etwa 12000 km mit dem Auto. Das Rad nutze ich überwiegend im Stadtverkehr für Strecken bis 10 Kilometer. Auf diesen Strecken bin ich mit dem Rad zumindest im Berufsverkehr nur minimal langsamer, denn: mich interessiert kein Stau und ich kann Wege fahren, die ich mit dem Auto nicht fahren kann. Insofern passt die Zeitrechnung nicht und "gleiche Entfernung" auch nicht. Ich brauche mit dem Rad zur Arbeit (6 km) 5 Minuten mehr. Das als Kosten zu sehen, naja. Gerade die Kurzstrecke spart enorm an Kosten, denn in den ersten Kilometern ist der Verbrauch (und der CO2-Austoß) am höchsten.
Da frage ich mich doch, was ich Ihnen denn ausrechnen soll. Unter Weglassung der Lebenskosten ist der Tod eindeutig teurer! Auch Kuchen kostet ohne Mehl verhältnismäßig mehr als Speiseeis. Und ohne Westerwelle und Niebel ist Frau Gönner teurer.
Cholerix, 28.03.2011
5. Glaube nur Studien die Du selbst bezahlt hast....
Da wurde offenbar vernachlässigt, dass die höheren Kosten für Unfallfolgen bei Radfahrern nahezu vollständig infolge von Unfällen zwischen Rad und Auto zustandekommen - also unmittelbare Folge des Autoverkehrs sind, sowie der vorwiegend auf Optimierung des Autoverkehrs angelegten (städtischen) Verkehrswegeplanung. Daher ist die Aussage der Untersuchung schon aus diesem Grund mehr als nur geringfügig unvollständig, um nicht zu sagen irreführend.
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