Kraftstoffpreise
Spritpreise auf Rekordstand - 1,47 Euro pro Liter
Zum dritten Mal in einer Woche haben die Mineralölkonzerne die Kraftstoffpreise erhöht - auf neue Höchststände: Autofahrer müssen im Schnitt 1,36 Euro für einen Liter Diesel zahlen und 1,47 Euro für Super-Benzin.
Hamburg - Nach der jüngsten Erhöhung sind die Spritpreise im Laufe dieser Woche um insgesamt zehn Cent je Liter gestiegen. Ursache seien die steigenden Notierungen für Rohöl und am europäischen Großmarkt für Ölprodukte in Rotterdam, hieß es aus der Branche.
Bei dem Preis handelt es sich nach Angaben von Sprechern der Mineralölindustrie um den Durchschnittswert bundesdeutscher Markentankstellen. Die heutige Erhöhung um bis zu drei Cent je Liter war jedoch zunächst nicht flächendeckend zu beobachten; einzelne Anbieter warteten am Nachmittag noch ab. Es ist damit zu rechnen, dass sie noch im Laufe des Tages nachziehen.
Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erwarten nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung bereits in den kommenden Wochen Preise von mehr als 1,50 Euro je Liter Superbenzin. Diesel könnte bis auf 1,40 Euro pro Liter steigen. Sollte der Euro schwächer werden, drohe sogar eine Preisexplosion.
Der Ölpreis lag am Donnerstag über 96 Dollar. Der ADAC sieht ebenfalls noch kein Ende des Preisanstiegs bei Kraftstoffen. Angesichts des hohen Ölpreises müssten Autofahrer zunächst wohl mit dem teuren Sprit klarkommen, sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer am Donnerstag. Weiter steigende Preise seien möglich. Der Automobilclub rät daher, Preise zu vergleichen und gezielt günstige Tankstellen anzufahren.
Eine Tonne Diesel hatte am Mittwoch am zentralen europäischen Handelsplatz in Rotterdam den Höchststand von 940 Dollar erzielt, deutlich mehr als in der letzten Hochpreisphase. Dort beschaffen sich die Mineralölkonzerne Fertigprodukte wie Diesel, Heizöl oder Benzin.