Leipziger Automesse Zwischen Fuchsschwanz und C-Klasse

In diesem Jahr gibt es hier zu Lande nur eine Motor-Messe von internationaler Bedeutung: die Auto Mobil International in Leipzig. Neben den Deutschlandpremieren der neuen Mercedes C-Klasse, des BMW Dreier-Cabrios und des Opel Speedster gehören Sonderschauen über Geländewagen und zur Geschichte des Tunings zum Programm.


Der Opel Speedster vor der Messehalle in Leipzig

Der Opel Speedster vor der Messehalle in Leipzig

Bei der 10. Auto Mobil International (AMI) werden mehr als 400 Aussteller - darunter 42 Pkw-Marken - ihre Produkte zeigen. Auf den Ständen der Automobilhersteller werden vor allem die Mercedes C-Klasse, das BMW Dreier-Cabrio, der Opel Speedster und der Audi Allroad Quattro im Mittelpunkt des Interesses stehen, denn auf einer deutschen Messe waren die Neuheiten des Jahres 2000 bislang noch nicht zu sehen.

Daneben gibt es ein breites Rahmenprogramm mit fünf Sonderveranstaltungen. Die Ausstellung "Kultmobil Renault 5" etwa dokumentiert mit 20 Fahrzeugen die Geschichte des 1972 erstmals vorgestellten französischen Massenautomobils. Eine Schau zur "Geschichte des Rettungswesens" zeigt unter anderem eine Sammlung historischer Rettungsfahrzeuge aus der Kaiserzeit, den frühen Fünfzigern und der ehemaligen DDR. Mit der Veranstaltung "Auto-Berufe ­ Chancen für Könner" darf das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe um den Nachwuchs in der Branche werben.

Auch die beiden Schwerpunktthemen der diesjährigen AMI, Tuning und Geländewagen, sind durch Sonderausstellungen hervorgehoben. Die Extra-Schau "Vom Fuchsschwanz zum Chip-Tuning" illustriert mit 20 Autos die Geschichte des Tunings in Deutschland. Zu den Prunkstücken der Vollgas-Revue gehören ein HM 3/350 mit 350 PS auf Basis des BMW Dreier Compact, der auf dem VW Golf aufbauende Millennium Roadster FTR von der Tuning-Firma Foliatec und ein Sorg Opel Manta A-GT/E von 1976, dessen Triebwerk 180 PS leistet. Auch ein Highlight ostdeutschen Schrauberglücks ist zu besichtigen: ein keck aufgemotzter Trabant P 601 L aus dem Jahre 1984.

Die Sonderschau "Geländewagen made in East" schließlich rückt das Thema Offroad in den Mittelpunkt. Zu sehen sind 20 Fahrzeuge aus der ehemaligen DDR und osteuropäischer Produktion, darunter die NVA-Allradler mit den asketischen Modellbezeichnungen P1, P2 und P3, der russische Schwimmwagen GAZ 46 MAV und die ukrainischen Offroad-Racker LUAZ und Mull. Was man mit Autos dieses Kalibers alles anstellen kann, wird auf dem Offroad-Parcours demonstriert - allerdings nicht mit den Oldies aus dem Osten, sondern mit fabrikneuen Geländewagen von elf Herstellern, in denen Profifahrer den Messebesuchern Mitfahrgelegenheiten für die Ruckelpartie anbieten.

Informationen:

Die Auto Mobil International findet vom 8. bis 16. April auf dem Neuen Messegelände Leipzig statt. Die Hallen sind täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am 14. April sogar bis 21 Uhr. Die Tageskarte kostet 16 Mark, ab 16 Uhr zahlt man für die Abendkarte 7 Mark.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.