Luftverbesserung Fahrverbot für 1,3 Millionen Autos in Peking

Vor den Olympischen Spielen 2008 verbannt Peking in einem Testlauf für vier Tage rund 1,3 Millionen Autos aus der Innenstadt. An zwei Tagen dürfen nur Fahrzeuge mit geraden Kennzeichen fahren, an den beiden anderen nur Fahrzeuge mit ungeraden.


Peking - Chinesische Experten wollen während dieser Zeit den Einfluss auf die Luftbelastung und den Verkehr messen; bei Erfolg soll das Modell auch während der Wettbewerbe eingesetzt werden. Polizei, Krankenwagen, Busse und Taxis sind laut der staatlichen Presseagentur Xinhua ausgenommen.

Bereits im April hatte der Chef der Transportbehörde, Liu Xiaoming, beim Besuch der IOC-Koordinierungskommission in der Hauptstadt Fahrverbote während der Spiele angekündigt. "Fest steht, dass der Verkehr zu den Spielen um ein Drittel reduziert werden muss", erklärte Liu. Nur dann sei ein reibungsloser Olympia-Transport zu gewährleisten.

Täglich werden in Peking rund tausend neue Autos zugelassen, bis Mitte 2008 wird die Zahl auf 3,3 Millionen steigen. Allein auf Partei, Regierung und Behörden sind 500.000 Wagen zugelassen.

Eine ähnliche Regelung wie in Peking, bei der wechselweise nur gerade oder ungerade Kennzeichen erlaubt sind, ist in einigen italienischen Innenstädten in Kraft. In Athen hingegen scheiterte der Versuch der Einführung daran, dass sich viele Autofahrer ein zweites Nummernschild zulegten.

hil/mid



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