Maserati MC12 Corsa Sammlerstück mit 755 PS

Ferrari hat es mit dem Modell FXX vorgemacht, nun zieht Maserati nach. Die Marke mit dem Dreizack-Logo bietet einen Super-Sportwagen an, der nicht für öffentliche Straßen bestimmt ist und demnächst zwölf Millionäre auf abgesperrten Pisten erfreuen soll.


"Über-Sportwagen" nennt Maserati das Modell MC12 Corsa. Von dem Auto, das abgeleitet wird vom Rennwagen MC12 GT1, der in der FIA-GT-Meisterschaft startet, sollen lediglich zwölf Exemplare gefertigt und dann für eine Million Euro netto verkauft werden. Millionäre, die den Wagen bewegen wollen, müssen sich mindestens bis zum Herbst gedulden, denn dann werden die ersten Exemplare ausgeliefert.

Der Zweisitzer mit dem 6-Liter-V12-Mittelmotor ist ein Geschoss, das natürlich keine Straßenzulassung erhält. Auch für den Motorsport wird das 755 PS starke Gerät (maximales Drehmoment 740 Nm) nicht homologiert. Stattdessen bietet Maserati den zwölf Kunden "spezielle Veranstaltungen" auf internationalen Rennstrecken an, wo sie ihr Millionen-Investment dann auf Tempo 300 und mehr beschleunigen dürfen.

Ein ganz ähnliches Konzept erfand Ferrari für sein Extremauto FXX, sozusagen die getunte Version des Supersportmodells Enzo. Auch dieser Wagen hat keine Straßenzulassung und kann im Grunde nur auf Privatpisten oder bei extra organisierten Fahrveranstaltungen von Ferrari bewegt werden. Während FXX-Piloten über 800 PS aus einem 6,3 Liter großen Zwölfzylinder herrschen und also noch einen Tick rasanter unterwegs sein dürfen als die Millionärs-Kollegen im Maserati MC12 Corsa, haben diese wiederum den Vorteil, einen Hauch exklusiver zu fahren. Denn vom FXX wurden gleich 20 Stück gebaut - und für netto je 1,5 Millionen Euro losgeschlagen.

Für Maserati ist das neue Auto ein Ausdruck der sportlichen Kompetenz. Das Monocoque-Chassis aus Kohlefaser ist ebenso ein Hightech-Bauteil in diesem Sinne wie die Brembo-Bremsanlage mit Karbon-Elementen oder die 18-Zoll-Rennreifen. Insgesamt wiegt das Auto lediglich 1150 Kilogramm. Daraus ergibt sich ein sogenanntes Leistungsgewicht, also der Quotient aus Gewicht und Motorleistung, von 1,52 Kilogramm pro PS. Das ist bemerkenswert - zumal der Wagen grundsätzlich ohne ABS ausgeliefert wird. Es ist also Finger- und Fußspitzengefühl gefragt, wenn dieses Auto auf die Strecke rollt.

jüp



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