Mautstationen in Österreich Falsch eingefädelt – 50 Euro Bußgeld

Die österreichische Polizei ist erbarmungslos: Wenn ein verwirrter Urlauber an einer Mautstation nicht die richtige Spur findet, muss er mit einem Knöllchen rechnen. Gerade zur Ferienzeit sind die Kontrolleure nie weit.


München - Links, rechts, geradeaus - zwar kennzeichnen Schilder die Spuren für Pkw, Busse und Lastwagen, dennoch kann die Anfahrt auf eine der Mautstationen Österreichs verwirren. Falsches Einordnen kann hier teuer werden, zumal die Polizei in der Hauptreisezeit ihre Kontrollen verstärkt, warnt der ADAC in München.

Wer sich als Pkw-Fahrer trotz Beschilderung in die Spur für Lastwagen oder Busse einfädele, müsse mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen. An allen österreichischen Mautstellen sei die äußerste rechte Abfertigungsspur für die schweren Fahrzeuge reserviert.

 Mautstelle St. Michael auf der Tauernautobahn: Falsches Einfädeln mindert das Urlaubsbudget
DDP

Mautstelle St. Michael auf der Tauernautobahn: Falsches Einfädeln mindert das Urlaubsbudget

Neben den regulären, mit Mautpersonal besetzten Pkw-Spuren gibt es laut Autoclub an den Sondermautstellen Bosruck- und Gleinalmtunnel auf der Pyhrnautobahn (A 9), an Tauern- und Katschbergtunnel auf der Tauernautobahn (A 10) und der Brennerautobahn (A 13) noch zusätzliche Videomautspuren. Diese befänden sich ganz links. Die Benutzung der Videomaut-Spur sei nur für Pkw (mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t) ohne Anhänger möglich, die nicht breiter als 2,30 Meter sind.

Autofahrer, die mit einem Videomaut-Ticket versehentlich durch die gewöhnliche Pkw-Abfertigung fahren, sollten unbedingt ihren Kaufbeleg griffbereit halten. Wer sich umgekehrt ohne gültiges Videomaut-Ticket in dieser Spur eingeordnet habe, müsse nichts befürchten. Eine Schranke verhindere die Durchfahrt, die Irrläufer würden aus der Videomaut-Spur heraus- und zur gewöhnlichen Zahlstation umgeleitet.

abl/ddp



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