Mercedes-Automatik Gruß ans Getriebe

Ein echter Kerl am Steuer schaltet auch selbst. Damit das Klischee gewahrt bleibt, aber die Bequemlichkeit dennoch nicht zu kurz kommt, bietet Mercedes ein Sechsgang-Getriebe namens "Sequentronic" an.


Die Idee ist nicht neu: Schalten ohne zu kuppeln heißt das Prinzip. Es gibt also einen Schaltknüppel, der zum Rauf- oder Runterschalten nach vorne oder hinten bewegt werden kann, aber es gibt kein Kupplungspedal mehr.

Das 6-Gang-Getriebe Sequentronic

Das 6-Gang-Getriebe Sequentronic

Den eigentlichen Schaltvorgang erledigt, von einem Rechner gesteuert, eine Hydraulikeinheit. Das "Hirn" des Systems ist auch clever genug, um schaltfaule Autofahrer vor Getriebeproblemen zu schützen. Registriert die Elektronik ein Über- oder Unterschreiten bestimmter Drehzahlgrenzen, wird sie selbständig aktiv und legt den passenden Gang ein.

Das klappt übrigens auch beim Ausrollen vor einer roten Ampel: Erst wird automatisch zurückgeschaltet, dann automatisch ausgekuppelt. Das "Abwürgen" des Motors ist so auch mutwillig nicht mehr möglich.

Das neue Getriebe ist vor allem im Stadtverkehr hilfreich

Das neue Getriebe ist vor allem im Stadtverkehr hilfreich

Wichtig für Menschen, die häufig im Stadtverkehr unterwegs sind, ist der so genannte Auto-Shift-Modus. Dazu wird der Schalthebel ganz nach links gedrückt. In dieser Stellung arbeitet die Sequentronic völlig selbständig, was zum Beispiel in Stop-and-go-Situationen sehr komfortabel ist.

Allerdings kommen nur manche Mercedes-Fahrer künftig in den Genuss dieses Systems. Neben dem Sportcoupé der neuen C-Klasse kommt das neue Getriebe vorerst nur in den Vierzylinder-Modellen der CLK-Baureihe zum Einsatz. Wer die Technik ordert, wird mit 1856 Mark Aufpreis zur Kasse gebeten.



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