Mercedes CLA Shooting Brake Kombi mit Ladehemmung

Mercedes will sich weiter zum Erfolg schrumpfen: Mit dem CLA Shooting Brake bringen die Schwaben das nächste Kompaktmodell auf den Markt. Bei dem Wagen geht Stil vor Stauraum - die klassischen Tugenden eines Kombis sucht man vergebens.

Mercedes

Ein Kombi mit Rasse, diese Rechnung ist für Mercedes vor gut zwei Jahren schon mal aufgegangen. Damals debütierte der CLS Shooting Brake, und seither wurde der Wagen rund 127.000-mal verkauft. Mit dem CLA Shooting Brake wollen die Schwaben das Erfolgsrezept jetzt kopieren, bloß eine Nummer kleiner - natürlich nur, was das Auto betrifft, nicht die Verkaufszahlen.

Der Kombi basiert auf der vergleichbar ausgestatteten Limousine CLA und soll ab März 2015 jene Kunden ködern, denen ein VW Golf Variant zu spießig und ein Audi A3 Sportback zu eng geschnitten ist. Die Preise werden voraussichtlich bei rund 30.000 Euro beginnen.

Das Ladevolumen geht zur Neige

Die klassischen Vorzüge eines Kombis sind bei der Entwicklung dieses Autos auf der Strecke geblieben: Beim CLA Shooting Brake spielt die Form eine größere Rolle als die Funktion. Dank einer weit nach vorn geneigten Heckpartie und den dynamischen Linien an der Flanke ist der Wagen eleganter als die meisten Konkurrenzmodelle dieses Typs.

Für Großeinkäufe oder den Familienurlaub taugt er aber nicht viel. Er bietet zwar eine elektrische Heckklappe und eine variabel verstellbare Rücksitzlehne, die sich im 90-Grad-Winkel positionieren lässt - doch das Ladevolumen ist mit 495 bis maximal 1354 Liter gering. Zum Vergleich: Eine B-Klasse steckt bis zu 1545 Liter weg und ein VW Golf Variant sogar bis zu 1620 Liter. Mit 4,63 Metern ist der CLA Shooting Brake genauso lang wie die Limousine CLA.

Wie für alle kompakten Mercedes-Modelle sind zwei Dieselmotorisierungen mit 136 oder 177 PS verfügbar, dazu drei Benziner mit 122, 156 oder 211 PS. Mittelfristig sollen drei Allradversionen dazukommen. Und weil der CLA ja als sogenanntes Lifestyle-Auto konzipiert ist, streckt auch Haustuner AMG schon die Finger nach dem Wagen aus: Mit dem 2,0-Liter-Biturbomotor und dann 360 PS unter der Haube wird der CLA 45 Shooting Brake zum Eilkurier, der zwar nicht viel, das aber dafür sehr schnell liefern kann.

"Ein bisschen was fällt uns schon noch ein"

Mit dem CLA Shooting Brake kommt das nächste Mercedes-Modell auf den Markt, das auf der Frontantriebsplattform - intern MFA genannt - basiert. Bisher werden darauf schon der CLA, der GLA, die A-Klasse und die B-Klasse gefertigt. Bei diesem Quintett soll es aber offenbar nicht bleiben: Pläne für eine verlängerte B-Klasse mit sieben Sitzen, ein zweiter SUV neben dem GLA und eventuell auch noch ein Cabrio werden derzeit in Stuttgart diskutiert. Konkret will Daimler-Chef Zetsche noch nichts ankündigen, doch erst vor Kurzem merkte er zum Thema Kompaktwagen an: "Ein bisschen was fällt uns schon noch ein."

Dafür, dass Mercedes in Zukunft noch mehr kompakte Autos auflegen wird, sprechen unter anderem die Verkaufszahlen der MFA-Modelle: Seit Mercedes vor vier Jahren die Frontantriebsplattform einführte, wurden von den darauf basierenden Kompaktwagen mehr als 900.000 Exemplare verkauft. Allein in den ersten zehn Monaten dieses Jahres waren es 375.000.



insgesamt 135 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Tingletangle 25.11.2014
1. gleich geht....
... das Bashing los. Doch ich sage: Gut gelungen und vor allem wird er sich verkaufen wie warme Semmeln. Der Kunde giert nach wie vor nach Abwechslung vom Einerlei und ist hierbei gut bedient, zumal ein gewisser Praxisnutzen ja durchaus gegeben ist (zumindest im Vergleich zum normalen CLA), der für Single- oder Paarhaushalte absolut ausreicht. Weiter so Mercedes!
homann5 25.11.2014
2.
Wen interessiert denn der maximale Laderaum, wenn es um einen Familienurlaub geht? Wenn man den Wagen in diesem Punkt mit der Konkurrenz vergleicht, muss man dies auch beim normalen Volumen machen. Was aber viel wichtiger für Familien ist: Wie breit ist der Kofferraum? Wie hoch muss ich den Kinderwagen beim Einladen wuchten? Und nur am Rande: Das ist das wohl hässlichste Heck des letzten Jahrzehnts. Dagegen wirkt ja selbst der Golf Variant regelrecht hübsch.
patrick6 25.11.2014
3. Oh Gott...
...bei Mercedes dürfen sich in der 'Design'-Abteilung offenbar irgendwelche Gestörte austoben. Anders ist so ein grottenhässliches Auto nicht zu erklären. Allein diese völlig unproportionierte Haube... Die irgendwie völlig schiefe, verschrobene Dachlinie...warum macht man das? Und dann all diese unmotivierten Falten und Sicken - krank.
geo_48 25.11.2014
4. Von außen schick
Der Wagen sieht von außen einfach nur schön aus ... von innen stört nur das hässliche Ipad im Armaturenbrett
Misi 25.11.2014
5. .
Ist ja eigentlich ganz knuffig, schöner jedenfalls als der "normale" CLA. Aber zwei Sachen gehen (für mich) gar nicht: Ein Benz mit Frontantrieb. Und dieses unsägliche freistehende Display. Mach doch mal einer den Daimlers klar, dass das furchtbar aussieht!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.