Mercedes CLS Die 150-Prozent-Vision

Regelmäßig zu großen Automessen wird Mercedes-Designchef Peter Pfeiffer von Visionen heimgesucht. Für die diesjährige IAA kam ihm die Idee eines Autos in den Sinn, das die „Eleganz und Dynamik eines Coupés mit der Funktionalität einer Limousine“ verbinden soll. Herausgekommen ist die Vision CLS, ein Coupé mit vier Türen.

Von Frank Wald


Synthese aus Emotio und Ratio: Mercedes CLS

Synthese aus Emotio und Ratio: Mercedes CLS

"Die Idee eines viertürigen Coupés erfüllt besondere Kundenwünsche", sagt Mercedes-Chef Jürgen Hubbert. Das dynamische Design soll Menschen ansprechen, für die "Autos und Autofahren eine Leidenschaft sind". Neben den emotionalen Werten soll aber auch die Vernunft nicht zu kurz kommen. So erreicht der 4,91 Meter lange Wagen mit seinem großen Radstand von 2,85 Meter das Platzangebot und Kofferraumvolumen (470 Liter) einer großen Limousine. Selbst im Fond herrscht ausreichend Knie- und Kopffreiheit sowie ausreichend Sitzabstand.

Auch die Motorisierung soll diese Synthese aus Emotio und Ratio widerspiegeln. Ein neu entwickelter Sechszylinder-Biturbo-Dieselmotor mit 265 PS/195 kW und 560 Newtonmeter Drehmoment soll Auto und Adrenalinausstoß beschleunigen. In Zahlen: von null auf 100 km/h in 6,4 Sekunden, Zwischenspurt von 60 auf 120 km/h in 5,7 Sekunden und 250 km/h elektronisch begrenzte Spitze. Dennoch soll sich der Durchschnittsverbrauch auf 7,5 Liter beschränken. Zudem erfüllt der Common-Rail-Diesel, der mit dem ebenfalls neuem Siebengang-Automatik demnächst auch in Mercedes oberen Baureihen E-, S-, SL- und CL-Klasse eingesetzt wird, die EU-4-Abgasnorm und ist mit einem wartungsfreien Rußpartikelfilter ausgestattet.

"Wenn Sie mein Herz fragen": Mercedes CLS

"Wenn Sie mein Herz fragen": Mercedes CLS

Dazu steckt in der Studie alles, was bei Mercedes zurzeit in punkto Sicherheitstechnik und Fahrdynamik zu haben ist: Von der Airmatic-Luftfederung über aktives Kurvenlicht, automatisches Abbiegelicht oder das elektrohydraulische SBC-Bremssystem mit Anfahr- und Stau-Assistenten.

Auf die Frage, ob das Auto gebaut wird, antwortet Pfeiffer: "Wenn Sie mein Herz fragen: zu 150 Prozent." So ist die Fertigung des Autos denn auch längst beschlossene Sache. Zumal nebenan auf der Freifläche eine halbe Stunde zuvor BMW sein 6er Coupé erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. BMW-Chef Helmut Panke will das "richtige Fahrzeug zum richtigen Zeitpunkt" noch in diesem Jahr auf den Markt schicken. Und denkt bereits weiter. Im Januar wollen die Münchener auf der Autoshow in Detroit bereits das passende Cabrio dazu vorstellen

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