Mini Concept Detroit BMW baut die Kombiversion

Auf der IAA in Frankfurt stand die Studie eines Mini Kombi, bei der Tokio Motor Show wurde abermals eine Mini-Kombi-Version gezeigt - und jetzt in Detroit steht schon wieder eine Variante dieses Typs. Nun ist es aber genug, das Auto wird in Serie gehen.

"Wir werden die Mini-Familie um ein weiteres Modell ausbauen", erklärte BMW-Vertriebs- und Marketingvorstand Michael Ganal jetzt während der North American International Auto Show (NAIAS), wo das Münchner Unternehmen die Studie Mini Concept Detroit vorstellt. Der silbrig-weiß lackierte Wagen trägt dunkelblaue Zierstreifen und Felgen und sieht aus wie ein nach hinten ausgestreckter Mini - eben eine Kombiversion des bekannten Modells.

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Mini Concept Detroit: Grünes Licht für den Kombi

Die Idee ist mehr als 40 Jahre alt. Denn bereits im Herbst 1960 kam ein Ur-Mini auf die Straßen, dessen Dachlinie geringfügig erhöht war, der einen größeren Radstand besaß, hinten an der Seite Schiebefenster und sogenannte Split-Doors am Heck, also eine geteilte Heckklappe, die sich wie ein Portal öffnen ließ. Damals lief der "Stretch-Mini" unter den Beinamen "Traveller", "Countryman" und später auch "Clubman Estate" von den Bändern. Wie das Remake dieser Idee heißen wird, ist noch unklar. Dafür haben die Produktplaner schon ausbaldowert, dass dieses Auto "ausgeprägt erlebnisorientierte und extrovertierte Kunden" ansprechen wird, weil es "dem Lebensstil der urbanen Trendsetter" besonders entgegenkomme.

Als Begründung wird ein Argument genannt, mit dem auch jeder andere Kombi oder Van beworben wird: mehr Platz für Passagiere oder Gepäck. Die Studie bietet darüber hinaus noch raffinierte Extras wie einen doppelbödigen Kofferraum oder spezielle Trägersysteme für allerlei Zubehör und Accessoires. Doch welche dieser Ideen tatsächlich ihren Weg ins Serienmodell finden wird, ist noch längst nicht entschieden. Fest steht nur: Der Wagen wird gebaut und soll binnen drei Jahren auf den Markt kommen.

Das Werk in Oxford wird gerade ausgebaut

Die Vorbereitungen dafür haben bereits begonnen. Gerade in diesen Wochen wird die Mini-Fabrik im englischen Oxford ausgebaut. Denn im vergangenen Jahr wurden dort zum ersten Mal mehr als 200.000 Fahrzeuge gefertigt, und damit stieß das Werk an seine Grenzen. Mit einer neuen Modellvariante muss also auch die Kapazität erhöht werden - jedenfalls solange der Boom des britisch-bayerischen Kleinwagens anhält. Und angesichts der inzwischen mehr als 700.000 verkauften Autos insgesamt ist das durchaus zu erwarten.

Da kann Mini sogar die Preise erhöhen. Ab März ziehen die um durchschnittlich 0,86 Prozent an, ausgenommen sind einzig die Modellvarianten mit Dieselmotor. Der billigste Mini kostet dann 15.250 Euro, das günstigste Mini Cabrio 18.850 Euro.

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