Probleme beim Seitencrash Mini soll in den USA Fahrzeuge zu langsam nachgebessert haben 

Mini droht Ärger in den USA. Nach einem verpatzten Seitencrash soll die BMW-Tochter Fahrzeuge zu langsam nachgebessert haben. Dafür könnte es eine saftige Geldstrafe geben.

Mini John Cooper Works
Mini

Mini John Cooper Works


Nach VW droht nun einem weiteren deutschen Autobauer Ärger in den USA. Die Behörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) hat Ermittlungen gegen Mini aufgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass die BMW-Tochter Fahrzeuge zu langsam nachgebessert habe, die einen nationalen Crashtest nicht bestanden hätten. Betroffen seien mehr als 30.000 Mini Cooper und Cooper S des Modelljahrgangs 2014/15 und das John-Cooper-Works-Modell von 2015.

Die US-Behörde hat auf ihrer Homepage dazu ein Dokument veröffentlicht. Im vergangenen Oktober hat die NHTSA einen Seitencrash mit einem zweitürigen Mini Cooper S, Modelljahrgang 2014, durchgeführt. Mit dem Ergebnis: Der weibliche Dummy wurde nicht ausreichend durch das Fahrzeug geschützt. BMW habe einem Rückruf zugestimmt und zugesagt, im Rahmen einer Service-Aktion eine Verstärkung an der hinteren Seite des 2015er Modells vorzunehmen.

Laut NHTSA seien diese Nachbesserungen aber nicht erfolgt. Als die US-Behörde im Juli 2015 einen zweitürigen Cooper S, Modelljahr 2015, testete, fiel dieser ebenfalls beim Seitencrash durch. "Bei diesem Fahrzeug waren die Nachbesserungen noch nicht umgesetzt", sagte BMW-Sprecher Franz Sauter gegenüber SPIEGEL ONLINE. Es hätten erst die entsprechenden Teile besorgt werden müssen, deshalb habe der Rückruf in seiner Umsetzung länger gedauert. Er betonte aber, dass in Europa keine Fahrzeuge betroffen seien und Mini hierzulande alle Crash-Anforderungen erfülle.

Die NHTSA kann saftige Strafen verhängen

Die US-Behörde ist davon überzeugt, dass BMW früher hätte aktiv werden können.

Autobauer können in den USA von der NHTSA mit einer Strafe von bis zu 35 Millionen Dollar belegt werden, falls sie zu spät in Sicherheitsfragen handeln oder die Behörde unterrichten.

mhu/AP



insgesamt 89 Beiträge
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Seite 1
hermi16 28.09.2015
1. das ist
jetzt aber kein Zufall mehr. Das ist ein Angriff auf die deutsche Industrie.
criticalsitizen 28.09.2015
2. Betrug und Marketung statt Qualität und Innovatuion = Made in Germany
insbesondere für die Geramny ewohnerk, denn deren Leben zählt wphl kaum etwas für die deutschen Hersteller, weer Angasentgiftung noch passive Sicherheit in Modellen für den deutschen Markt. Weshalb kommt nicht endloch der ultimative Crashtest: Ein US-Modell und ei Modell für den deutschen Markt vergleichen, denn weshalb z.B, hatte ein Golf in den USA stärkeren Aufprallschutz in den Türen als das gleice MOdell in DE?
wolfganggiessler 28.09.2015
3. Sittenverfall in der Zeichensetzung
"Nach einem verpatzten Seitencrash, soll die BMW-Tochter Fahrzeuge zu langsam nachgebessert haben." Was soll dieses idiotische Komma an dieser idiotischen Stelle? Da kann ich auch gleich schreiben: Was soll, dieses idiotische Komma, an dieser Stelle? Oder, etwa nicht? Menno!
ChrisQa 28.09.2015
4. Zusammenhang
Zitat von hermi16jetzt aber kein Zufall mehr. Das ist ein Angriff auf die deutsche Industrie.
Ich habe mich schon beim Lesen des Artikels gefragt, wie man nur von VWs Betrug den Bogen zu einer verspäteten Korrektur der Minis schlagen konnte. Das sind zwei grundverschiedene Dinge. Ausserdem ist Mini immer noch eine britische Marke, also müsste man korrekterweise, wenn überhaupt, eher von einem 'Angriff auf die Europäische Industrie' sprechen. Aber da noch dazu zwei unterschiedliche Institutionen etwas festgestellt haben, und noch dazu das eine ein Produkt-Mangel, das andere ein strafrechtlich relevanter Betrug ist, ist es ziemlich an den Haaren herbeigezogen, beides in einen Zusammenhang zu setzen. Ach ja, seit wann ist VW eine rein deutsche Firma? Wohl länger nicht mehr einen Börsenbericht dieses internationalen Unternehmens gelesen?
wakaba 28.09.2015
5.
Zitat von hermi16jetzt aber kein Zufall mehr. Das ist ein Angriff auf die deutsche Industrie.
Das ist kein Angriff. Qualitativ schlechte Produkte werde abgemahnt und da ist die deutsche Autoindustrie halt führend. Hier in den US werden die VW gerade verramscht. Ich werd beim VW Händler vorbeigehen und schauen ob ich mir einen Diesel für 5-6000 USD besorgen kann...Das ist Wäre noch Wert.
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