Mini Superleggera Vision: Warum nur einmal?
Design-Studie von Superleggera Der Mini rockt
England trifft auf Italien, diese Konstellation wird es bei der Fußball-WM am 15. Juni in der Vorrunde geben. Die Automobilwelt erlebt schon an diesem Wochenende einen englisch-italienischen Höhepunkt: Die Studie Mini Superleggera Vision wird auf dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este am Comer See vorgestellt. Es ist das erste Mal, dass die englische Automarke mit einer italienischen Designfirma kooperiert, und wenn man sich das Ergebnis anschaut, wünscht man, es wäre schon viel früher geschehen.
Denn die bei der Carrozzeria Touring Superleggera in Mailand entstandene Roadster-Studie zeigt, dass sich der mittlerweile doch recht pummelig gewordene britische Kleinwagen zu einem eleganten Sportwagen verschlanken lässt. "Bei diesem Auto wurde auf alle unwesentliche Ausstattung oder Dekorelemente verzichtet, denn die Leistung wird durch Gewichtsreduktion und Effizienz von Karosserie und Innenraum erreicht", sagt Louis de Fabribeckers, der Leiter des Designs bei Touring Superleggera.
Als Mini erkennbar wird das schlanke, schnörkellose Auto an den LED-Heckleuchten, die wie ein geteilter Union Jack gestaltet sind, und natürlich an der Frontpartie, wo die Rundscheinwerfer und der Kühlergrill das typische Markengesicht bilden. Dabei hätte man den Kühlergrill auch weglassen können, denn er ist komplett geschlossen - der Wagen verfügt nämlich über einen Elektroantrieb. Nachfragen bei Mini zur Technik und zum Stromspeicher wurden leider abgewimmelt. Das Auto sei eine Designstudie und Vision, hieß es lediglich, die Details zum technischen Konzept "möchten wir gerne offenlassen".
Es ist vermutlich auch irrelevant, denn in dieser Form wird der Zweisitzer, dessen Karosserie aus großen, von Hand geformten Alublechen besteht und der im schillernden Blaumetallic-Farbton "Como Blue" lackiert ist, ganz sicher ein Unikat bleiben. "Warum gibt es solche Autos nur einmal?" lautet daher einmal mehr die große Frage. Und sie wird abermals unbeantwortet bleiben. Wahrscheinlich hat es auch damit zu tun, dass Autos wie der Mini Superleggera gerade deshalb so begehrenswert und hinreißend erscheinen, weil sie praktisch unerreichbar sind.