Hitzeschäden auf Straßen Motorradfahrer stirbt wegen aufgeplatzter Autobahn

Die extreme Hitze zerstört in Deutschland die Autobahnen. An mehreren Stellen wurden Betonplatten förmlich gesprengt. In Bayern ereignete sich deshalb ein tödlicher Unfall.
Bruch auf der A93 bei Abensberg: Ein Motorradfahrer kam hier ums Leben

Bruch auf der A93 bei Abensberg: Ein Motorradfahrer kam hier ums Leben

Foto: Walter Dennstedt/ dpa

Abensberg - Die Hitze hat an zahlreichen Stellen in Deutschland Teile der Autobahnen regelrecht aufgesprengt. Auch auf der Autobahn 93 bei Abensberg wölbte sich die Fahrbahn, es entstand ein Zentimeter hoher Riss. Für einen Motorradfahrer wurde der Schaden zum tödlichen Verhängnis: Der 59 Jahre alte Mann fuhr über die Aufwölbung, prallte gegen die Leitplanke und starb noch am Unfallort an seinen schweren Brustverletzungen.

Zuvor waren vier Autos über das Hindernis gefahren, das wie eine Sprungschanze wirkte. Vier Menschen wurden leicht verletzt, die Wagen beschädigt. Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, sagte der "Mittelbayerischen Zeitung",  die Fahrbahn auf dem Teilstück der A93 sei innerhalb von Sekunden aufgebrochen. "Erst zehn Minuten vor dem Unfall ist ein Kontrollfahrzeug durchgefahren", sagte er dem Blatt.

"Ein sehr schwieriges Problem"

Experten sprechen bei den Schäden von "Blow-ups". Betroffen seien vor allem Abschnitte mit Betonplatten, sagte Seebacher. Dabei dehnen sich die Platten so weit aus, dass sie aneinanderstoßen und eine Bruchkante entsteht. "Dass das heute so schnell an so vielen Stellen auftritt, ist außergewöhnlich. Alle Verkehrsteilnehmer werden dringend aufgefordert, auf allen Betonstrecken äußerst vorsichtig zu fahren."

Die gefährlichen Blow-ups traten in den vergangenen Tagen auf mehreren Autobahnabschnitten in Deutschland auf. Unter anderem sprengte die Hitze ein Stück der A8 bei Remchingen nahe Karlsruhe oder auch die A7 in Baden-Württemberg. In Bayern wölbte sich die Fahrbahn auf den Autobahnen A3, A7, A92 und A94.

Laut Angaben des Dienststellenleiters der Autobahndirektion Regensburg, Christian Unzner, gibt es meist keine äußeren Anzeichen, wo Blow-ups entstehen könnten. "Wir können nur dann reagieren, wenn es bereits passiert ist - ein sehr schwieriges Problem", sagte Unzner der "Mittelbayerischen Zeitung".

cst/dpa
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