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Caravan-Studie Romotow: Wohnen im Winkel

Foto: W2 LIMITED

Wohnwagen-Studie Romotow Cooler campen

Wohnwagen? Wie spießig! Zumindest bis jetzt: Zwei Neuseeländer haben einen Hightech-Caravan mit Stil entwickelt, der sich an der Technik eines Schweizer Taschenmessers orientiert. Zwar existiert das Gefährt bislang nur als Studie. Doch schon die macht Lust auf mehr.

"Alles begann während eines Picknicks im Park", sagt Matt Wilkie. "Als wir ein Taschenmesser aufklappten, hatten wir plötzlich eine Idee." Aus dem Geistesblitz von Wilkie und Stuart Winterbourn, die seit 2007 das Architektur- und Designbüro W2 Limited  im neuseeländischen Christchurch betreiben, ist inzwischen eine Wohnwagen-Studie geworden.

Romotow heißt das Konzept, und es funktioniert tatsächlich ganz ähnlich wie ein Taschenmesser. Hängt der Trailer hinterm Auto, ist er kompakt und aerodynamisch günstig geformt. Wird er dann abgestellt, klappt die Wohneinheit aus der äußeren Caravan-Hülle, die wiederum als eine Art überdachte Terrasse genutzt werden kann - und die Wohnfläche somit erheblich vergrößert.

"Im Wohnbereich gibt es eine Küchenzeile, ein kleines Bad und einen Wohn- und Schlafraum", erklärt Wilkie, "der äußere Bereich kann durch einen Sichtschutz ergänzt werden, man könnte eine Grillecke einbauen oder den Raum als Freiluft-Lounge nutzen". Derzeit ist praktisch noch alles möglich, denn noch existiert der Romotow lediglich auf dem Papier und als Computeranimation: Ein cooler Caravan, mit riesigen Rundfenstern samt integrierten Jalousien.

Ein echtes Trendmodell

Das Gefährt soll in Leichtbauweise gefertigt werden. Außerdem sind intelligente Stützen vorgesehen, die sich selbständig justieren und den Wohnwagen auf jedem Gelände automatisch waagerecht fixieren. "Wir suchen derzeit nach Investoren, oder am besten gleich einer Wohnwagenfirma, die mit uns das Konzept zur Serienreife bringt", sagt Winterbourn. "Derzeit planen wir mit einem Verkaufsstart im Jahr 2015."

Dass ausgerechnet eine neuseeländische Firma das coolste Wohnwagenmodell seit dem legendären Airstream-Caravan entwickelt hat, ist kein Zufall. Caravaning hat im Tourismussektor von Neuseeland und Australien seit Jahren die höchsten Wachstumsraten, die Zahl der Campingplätze steigt rasant.

"Schon seit einiger Zeit überlegen wir, wie wir als Architekten von diesem Trend durch die Entwicklung eines mobilen Wohnraums profitieren können", sagt Winterbourn. "Wir sind selbst Camping-Fans. Bislang waren wir aber nur zelten, weil wir normale Wohnwagen langweilig fanden."

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