Neuwagenkauf Händlerrabatte erneut gestiegen

Gute Nachrichten für Neuwagenkäufer: Im Schnitt gewähren die Händler Rabatte in Höhe von elf Prozent. Bei einzelnen Angeboten von Fiat und Citroën können Käufer sogar mehr als 30 Prozent auf den Listenpreis sparen. Doch was für die Kunden vorteilhaft ist, freut nicht alle.


Duisburg/Essen - Auf dem deutschen Automarkt wird die Schlacht um den Käufer zunehmend mit Preisnachlässen geführt. Hersteller lockten einer Studie zufolge im Oktober mit so vielen offen beworbenen Sondermodellen, Eintauschprämien und Aktionsfinanzierungen wie nie. Das berichtete das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen am Montag.

Zudem ließen sie laut CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer "taktisch" mehr Fahrzeuge auf eigene Rechnung zu als jemals in einem September seit Untersuchungsbeginn vor fünf Jahren. Diese mehr als 84.000 Fahrzeuge durchaus auch namhafter Hersteller würden in den kommenden Wochen als Tageszulassungen oder junge Dienstwagen in den Markt gedrückt - mit etwa 20-prozentigen Preisnachlässen.

Im Schnitt gewährten die offenen Angebote einen Nachlass von unveränderten 11,1 Prozent auf den Listenpreis, berichtete Dudenhöffer. An der Spitze standen erneut Importeure wie Fiat und Citroën, die für einzelne Modelle mehr als 30 Prozent Kundenvorteil versprachen. Überraschend erreicht laut CAR mit BMW auch ein Premiumhersteller diese Dimensionen - mit der auslaufenden Dreier-Reihe, die vor dem Start des neuen Modells noch verkauft werde.

Die Daten zeigten, wie fragil der deutsche Markt sei, sagte der Auto-Professor. Die Preisnachlässe drückten auf die Margen der Händler und wiesen darauf hin, dass das Geschäft im kommenden Jahr schwer werde. Die hohen Auftragsbestände seien zum Jahresende aufgebraucht.

rom/dpa-AFX

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sappelkopp 31.10.2011
1. Die deutschen Verbraucher...
...akzeptieren ja sowieso fast jeden Preis, darum ist bei uns ja auch vieles teurer als im Ausland, beispielsweise Kraftfahrzeuge. Also: raus und handeln, ist nicht schlimm!
zeitzeuge10 31.10.2011
2. Schachern bis der Arzt kommt
Zitat von sappelkopp...akzeptieren ja sowieso fast jeden Preis, darum ist bei uns ja auch vieles teurer als im Ausland, beispielsweise Kraftfahrzeuge. Also: raus und handeln, ist nicht schlimm!
ja,grundsätzlich vollkommen richtig,aber, man muß ein Fingerspitzengefühl bekommen, wo man handeln soll.Beispiele; 1.in einer Wäscherei,Reinigung,beim Friseur-also überall dort,wo mit kleiner Münze bezahlt wird und die Angestellten schon wenig verdienen, ist es nicht fair zu handeln. 2.sonst überall,bei Luxusartikel,Autos,Küchen etc. geradezu Pflicht,aber auch bei Privatleistungen von Ärzten/Zahnärzten/Beratern,Maklern,Rechtsanwälten-also überall dort, wo überrissene Stundensätze oder unübersichtliche Gebührenordnungen ihr Unwesen treiben.Hart bleiben,wenn kein Entgegenkommen.Der Nächste geht bestimmt darauf ein.Business as usual.Ein Lob der freien Marktwirtschaft.
mitbestimmender wähler 31.10.2011
3. Der Binnenmarkt wird globaler
Zitat von sappelkopp...akzeptieren ja sowieso fast jeden Preis, darum ist bei uns ja auch vieles teurer als im Ausland, beispielsweise Kraftfahrzeuge. Also: raus und handeln, ist nicht schlimm!
Beruhigend das man bei VW Vertragshändlern in Zürich, Wien und östlichen Nachbarn den US Passat im Showroom zu Kauf sieht und einige schon damit zufrieden rumkurven in den Städten. Gleiches Bild bei Ford-Händlern die ihr Angebot massiv Unten und Oben mit sämtl. US Modellen aufgestockt haben. Ebenso sieht man nun auch öffters mal US Toyota, Nissan Modele. Es geht was auf dem Markt
achazvonthymian 31.10.2011
4. Die Quittung kommt irgendwann
Was nutzt es, wenn man heute, selbst für ein BMW-Auslaufmodell, beim Kauf 30% Nachlass erhält, wenn man dann irgendwann dieses Fahrzeug dann beim Wiederverkauf selbst an den Mann/die Frau bringen muss? Spätestens dann kommt die Quittung, wenn man das Fahrzeug dann verschleudern muss. Ein Auslaufmodell ist in 3 - 4 Jahren erst recht ein Ladenhüter. Ich wünsche viel Vergnügen, sich dann mit Privatpersonen herumzuärgern, die dann genauso feilschen werden. Vom Kauf eines Fahrzeug rate ich grundsätzlich ab. Und noch was: Gibt es in Deutschland eigentlich nur einen Kfz-Experten als diesen Prof. Dudenhöfer von der Fachhochschule Gelsenkirchen? Er scheint ein Monopol für seine Weisheiten zu haben. Auch SPON fragt immer nur ihn. Das ist schon etwas sehr seltsam. Weder eine Fachhochschule noch die Stadt Gelsenkirchen sind nicht gerade Premiumadressen.
aspi01 31.10.2011
5. Experte???
Zitat von achazvonthymianWas nutzt es, wenn man heute, selbst für ein BMW-Auslaufmodell, beim Kauf 30% Nachlass erhält, wenn man dann irgendwann dieses Fahrzeug dann beim Wiederverkauf selbst an den Mann/die Frau bringen muss? Spätestens dann kommt die Quittung, wenn man das Fahrzeug dann verschleudern muss. Ein Auslaufmodell ist in 3 - 4 Jahren erst recht ein Ladenhüter. Ich wünsche viel Vergnügen, sich dann mit Privatpersonen herumzuärgern, die dann genauso feilschen werden. Vom Kauf eines Fahrzeug rate ich grundsätzlich ab. Und noch was: Gibt es in Deutschland eigentlich nur einen Kfz-Experten als diesen Prof. Dudenhöfer von der Fachhochschule Gelsenkirchen? Er scheint ein Monopol für seine Weisheiten zu haben. Auch SPON fragt immer nur ihn. Das ist schon etwas sehr seltsam. Weder eine Fachhochschule noch die Stadt Gelsenkirchen sind nicht gerade Premiumadressen.
Jaja, der Dudenhöfer hat in der Vergangenheit schon viel Mist prohezeit, der leider immer sofort gedruckt wird: Für 2010 prognostizierte der Mann ein katstrophales Autojahr mit daramatischen Absatzeinbrüchen. Als das dann so nicht kam und stattdessen ein Absatzboom mit immer längeren Lieferzeiten einsetzte, kritisierte Dudenhöfer die "falsche Absatzplanung" und "mangelhafte Progosemodele" der Autokonzerne, die an den langen Lieferzeiten schuld seien. Wahrscheinlich haben die Autokonzerne auf Dudenhöfers Prognose aus 2009 vertraut...
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