Nissan Micra Japanischer Aufmacher

Klappe, Cabrio-Coupé, die dritte. Nach Mercedes und Peugeot hat nun auch Nissan ein Auto mit klappbarem Stahldach entwickelt, das sich auf Knopfdruck vom Cabrio in ein Coupé verwandelt. Basis der Studie Micra C+C ist der neue Nissan-Kleinwagen, der auf dem Pariser Autosalon seine Premiere feiert.


Micra C+C: Das Cabrio-Coupé wird vom 28. September bis 13. Oktober auf dem Pariser Autosalon vorgestellt

Micra C+C: Das Cabrio-Coupé wird vom 28. September bis 13. Oktober auf dem Pariser Autosalon vorgestellt

Wie bei Mercedes SLK und Peugeot 206 CC und 307 CC soll auch hier das Stahldach komplett im Kofferraum verschwinden. Allerdings, wie Nissan-Sprecher Jochen Munzinger betont, "platzsparender durch die löffelförmige Zusammenlegung". So bleiben von den 310 Liter Kofferraumvolumen der geschlossenen Version noch 200 Liter im geöffneten Zustand übrig. Wann der Wagen auf den Markt kommt, ist indes noch ungewiss. Wie bei solchen Shows üblich, wollen die Japaner mit dem viersitzigen Cabrio-Coupé die Reaktionen des Messepublikums testen. Bei entsprechend positiver Resonanz könnte der Wagen dann in Serie gehen.

Beschlossene Sache dagegen ist der neue Micra, der nach seiner Enthüllung in Paris durch Nissan-Präsident Carlos Ghosn Anfang kommenden Jahres auf die Straße kommt. Die dritte Generation des Kleinwagens soll die Bestseller-Rolle des meistverkauften Nissan in Europa fortsetzen. Das äußere Design entstand in Japan und wirkt noch etwas verspielter als beim Vorgänger. Kompakte Maße, bogenförmige Dachpartie und die elliptischen Kulleraugen bescheren einen hohen Niedlichkeitsfaktor, der voll auf die weibliche Kundschaft zielt. An Fahranfänger haben die Japaner offenbar gedacht, als sie die Positionsleuchten auf den Kotflügelspitzen entwarfen, "die beim Einparken oder im dichten Verkehr wertvolle Peilhilfe liefern" sollen.

Niedlich: Die Studie beruht auf dem neuen Micra, der Anfang 2003 auf den Markt kommt

Niedlich: Die Studie beruht auf dem neuen Micra, der Anfang 2003 auf den Markt kommt

Für die Interieurgestaltung waren hingegen die Europäer zuständig. Durch den um 7,2 Zentimeter gestreckten Radstand entstand ein größerer Innenraum, der mit der längs verschiebbaren Rückbank variabel zu Gunsten einer größeren Kniefreiheit oder Ladevolumens zu nutzen ist. Dazu verfügt der neue Micra je nach Ausstattung über serienmäßige oder optionalen Annehmlichkeiten wie automatische Scheibenwischer, Klimaautomatik oder schlüssellosen Zugang, die bislang nur in den höheren Fahrzeugklassen zu finden sind.

So ist es zum Beispiel mit dem "Intelligent-Key-System" möglich, Türen und Heckklappe zu öffnen und den Motor zu starten, ohne den Schlüssel in die Hand zu nehmen oder ihn ins Zündschloss stecken zu müssen. Sobald sich der Schlüssel dem Fahrzeug auf mindestens 80 Zentimeter genähert hat, soll ihn das System als zum Fahrzeug gehörend identifizieren und die Türen freigeben. Analog dazu wird der Motor allein durch Drehen eines Starterschalters zu Leben erweckt.



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