Oldtimerfund in verlassenem Stollen Der Rost ist Geschichte

Der belgische Hobbyfotograf Vincent Michel suchte einfach nur einen verborgenen Stollen in Frankreich - und fand ein Autograb. Wer die jahrzehntealten Oldtimer dort abstellte, wird aber vermutlich weiter ein Geheimnis bleiben.

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Urban Exploration, zu Deutsch Stadterkundung, nennt sich der Trend, bei dem abenteuerlustige Menschen verlassene Orte wie Industrieruinen, Bunker oder andere halb verfallene Anlagen aufspüren, durchstöbern und fotografieren. Der 56-jährige Belgier Vincent Michel, im Hauptberuf Sportlehrer, ist so ein "Urbexer". Jetzt landete er seinen bislang größten Coup, als er einen Stollen voller Autowracks entdeckte.

Bis nach Zentralfrankreich folgte Michel einem Gerücht, in dem von einem verborgenen Stollen in einem verlassenen Steinbruch die Rede war. Es klang nach einem perfekten Fotomotiv und damit die nächste Trophäe in seiner Sammlung. Doch was Michel erwartete, als er die unterirdischen Gewölbe schließlich fand, erstaunte selbst den erfahrenen Ruinenjäger. In einem Schacht entdeckt er etwa 30 Fahrzeuge, die größtenteils aus Vorkriegszeiten stammen und offenbar seit mehr als 70 Jahren unter der Erde parkten. "Beim Anblick fühlte ich mich, als hätte ich eine Zeitreise gemacht und fragte mich, was um alles in der Welt es mit den Autos auf sich hat", sagt Michel.

Der Großteil der Fahrzeuge stammt, sofern man das noch rekonstruieren kann, von französischen Herstellern wie Citroën, Renault oder Peugeot. Die Jahrzehnte im feuchten Stollen haben den Fahrzeugen allerdings erheblich zugesetzt. "Die meisten Autos waren ausgeschlachtet, und meist war nur noch die rostige Karosserie übrig", berichtet Michel. Offenkundig war das Autoversteck auch nicht gänzlich unbekannt, denn unverkennbar sind einige Modelle regelrecht gefleddert - sie dienten vermutlich als Ersatzteillager.

Fotostrecke

10  Bilder
Oldtimerfund in verlassenem Stollen: Unterirdischer Zustand

Wie und vor allem warum die Fahrzeuge allerdings in den Stollen gebracht wurden, weiß niemand. Der Belgier Michel hat aber zumindest eine Vermutung: Als Frankreich im Jahr 1940 von der deutschen Wehrmacht angegriffen und besetzt wurde, versteckten zahlreiche Franzosen ihre Wertgegenstände, darunter auch Autos, um zu verhindern, dass sie den Besatzern in die Hände fielen. Nach dieser Theorie wurden die Autos in einer Nacht- und Nebelaktion in den Stollen gefahren. Und nie wieder hervorgeholt. Entweder waren sie nicht mehr fahrfähig, schon zu verrostet oder aus anderen Gründen nicht mehr brauchbar.

Auf dem Fotoportal Flickr, auf dem Michel die Fotos veröffentlicht hat, beschreibt er in einer "frei erfundenen Geschichte" den Hergang so: "Die Dorfbewohner hatten die Idee, ihre Autos in den Tiefen eines alten unterirdischen Steinbruchs zu verstecken, den fast niemand kannte. In einer tiefschwarzen Nacht verließ ein kleiner Konvoi das Dorf in Richtung Mine. Die Autos fuhren den kleinen Steinpfad herauf und ein Fahrzeug nach dem anderen verschwand in der Mine. Um fünf Uhr morgens schließt sich das Gitter der Mine, und die Autos gerieten in Vergessenheit. Was mit den Besitzern während des Krieges geschah, niemand weiß es genau..."

Der verborgene Schrottplatz

Was nicht zu dieser Theorie passt, ist die Tatsache, dass neben den Vorkriegswagen auch ein paar modernere Fabrikate im Stollen stehen. So sieht man auf den Fotos aus der Fahrzeuggruft beispielsweise einen Opel Kapitän aus den frühen Sechzigerjahren sowie einen Citroën Typ H, dessen Produktion erst im Juni 1948, also drei Jahre nach Kriegsende, anlief. Doch auch dafür hat Michel eine Erklärung: "Wahrscheinlich hat der spätere Besitzer der Mine noch ein paar Autos hier abgestellt, ehe er verstarb und die Geschichte damit völlig in Vergessenheit geriet."

Warum die Autos wirklich dort unten jahrzehntelang vor sich hin gammelten - man wird es wohl nie so ganz genau herausfinden. Für Michel ist es ohnehin nicht so wichtig, er plant bereits seine nächste Urban-Explorer-Tour. "Der Stollen in Frankreich war wirklich eine einzigartige Erfahrung, und ich hoffe, ich werde in Zukunft noch mehr solcher Plätze finden."



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Seite 1
nadennmallos 06.01.2017
1. Die Geschichte klingt halbwegs interessant ....
... aber ähnliches finden man beispielsweise auch in den Staaten. Warum man allerdings eine Fotostrecke aus dieser Story gemacht hat, bleibt vermutlich ein Rätsel. An der Qualität der Fotos liegt es offensichtlich nicht: Farbe rein gedreht und gut is' . . . . ! Na ja, ist halt mittlerweile inflationär. Vielleicht könnte SPON dazu übergehe,n sich einen wirklich fotointeressierten Online-Redakteur zuzulegen, der bei der Bildauswahl ein anspruchsvolleres Auge hat. 12 wirklich schöne Beiträge im Jahr sollten auf diese Weise zu schaffen sein.
ackermart 06.01.2017
2. Wie schnell die Zeit...
doch den "Stahl" >stahlInbegriff< von dies relevant Beschreibendem inbegriffen. So auch den vom "Werkzeuge", nur deren Werk aus der "Steinzeit" noch heute kann Zeuge sein von denen. Und in "eisernen" Regeln kann man so denn auch wieder die Ironie erkennen, die wir mit Iron (Eisen) nie mehr in Verbindung bringen könnten, wenn wir sie nicht in Hinsicht auf uns wieder fänden, die wir glauben, dass erstaunlichst exakte Löcher in Steinzeitwerkzeugen "mit Holzstäben und Sand" gebohrt worden wären. Also nur weil in der Regel das Stein(zeit)loch nicht vor dem Stahl da gewesen sein darf. Denn sonst wäre ja die Steinzeit ein Loch in der Chronologie der Wissenschaft... auf ihrem "eisernen Throne". Dabei ist selbst das Wort >Anachronismus< (ana = wieder), doch wie der wiedergefundene Chronismus im Rad der Zeit zu erlesen. Aber nur, wenn denn alte Liebe zu Worten - nicht rostet und vielmehr T-ROST ist, in STAHLWEICHEN...den Zeiten ab, bzw. aus in "Paralleluniversen" von der Zeit einzig wahrer Auto-Kratie.
ackermart 06.01.2017
3. Wie schnell die Zeit...
doch den "Stahl" stahl, als Inbegriff von dies relevant Beschreibendem inbegriffen. So auch den vom "Werkzeuge", nur deren Werk aus der "Steinzeit" noch heute kann Zeuge sein von denen. Und in "eisernen" Regeln kann man so denn auch wieder die Ironie erkennen, die wir mit Iron (Eisen) nie mehr in Verbindung bringen könnten, wenn wir sie nicht in Hinsicht auf uns wieder fänden, die wir glauben, dass erstaunlichst exakte Löcher in Steinzeitwerkzeugen "mit Holzstäben und Sand" gebohrt worden wären. Also nur weil in der Regel das Stein(zeit)loch nicht vor dem Stahl da gewesen sein darf. Denn sonst wäre ja die Steinzeit ein Loch in der Chronologie der Wissenschaft... auf ihrem "eisernen Throne". Dabei ist selbst das Wort >Anachronismus< (ana = wieder), doch wie der wiedergefundene Chronismus im Rad der Zeit zu erlesen. Aber nur, wenn denn alte Liebe zu Worten - nicht rostet und vielmehr T-ROST ist, in STAHLWEICHEN...den Zeiten ab, bzw. aus in "Paralleluniversen" von der Zeit einzig wahrer Auto-Kratie.
zerr-spiegel 06.01.2017
4. Urban Exploration
Früher hieß das mal "Rumstromern". Hat mit Sicherheit schon mein Urgroßvater gemacht, meine Kumpels und ich haben das auch gemacht. Ein Weltkriegsbunker musste dran glauben, auch die Baustelle des "Rathaus-Centers"mit einer dreistöckigen U-Bahn-Haltestelle im Keller. Damals lagen noch nicht mal die Gleise, der Boden war aber schon gemacht, so dass wir mit den Fahrrädern da rein konnten. War einfach nur geil. Nur ans fotographieren hat damals keiner gedacht.
rennflosse 06.01.2017
5. Spekulationen
Es läßt sich trefflich spekulieren. Vielleicht stimmt die Story von den Fahrzeugen, die ihre Besitzer während der Kriegszeit im Stollen versteckt haben, damit sie nicht den Besatzern in die Hände fallen. Dass die Fahrzeuge nach Kriegsende nicht wieder herausgeholt wurden, ließe sich zum Teil wohl damit erklären, dass viele ihrer Besitzer den Kriegsende nicht mehr erlebt haben. Und dann ist der Stollen nach und nach zum unterirdischen Schrottplatz mutiert, was die zahlreichen Rostlauben aus neuerer Zeit beweisen.
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