Elektroautos auf dem Spielfeld Mini-Eklat bei Olympia

Mit ferngesteuerten Minis ist dem Autohersteller BMW ein Marketing-Coup gelungen: Die Elektro-Kisten sammeln bei den Olympischen Spielen in London ein, was Athleten von sich geschleudert haben. Allerdings gab es bereits Beschwerden über die kleinen Helfer.

Kleiner Transporter: Ferngesteuerte Mini bei den Olympischen Spielen
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Kleiner Transporter: Ferngesteuerte Mini bei den Olympischen Spielen


London - Drei ferngesteuerte Autos gehören zu den auffälligsten Helfern bei den Olympischen Spielen: Die Miniaturvarianten von Mini-Autos des Herstellers BMW kurven bei den Leichtathletik-Wettkämpfen über das Spielfeld und werden dazu genutzt, Speer, Diskus und Hammer zurück zu den Athleten zu bringen.

Die kleinen Kisten sind 1,10 Meter lang, 25 Kilo schwer und werden von einem zehn PS starken Elektromotor angetrieben. Sogar funktionierende Scheinwerfer sind an den Zwergen angebracht. Die Sportutensilien der Athleten werden im Innenraum der 40 Zentimeter hohen Minis verstaut.

Für einen kleinen Ärger hat das Trio ebenfalls schon gesorgt: Auf einer Pressekonferenz haben mehrere Journalisten nachgehakt, ob die ferngesteuerten Mobile mit den olympischen Regeln vereinbar seien - schließlich sei Werbung auf den Spielfeldern verboten.

Das Olympische Komitee hat die Beschwerden zurückgewiesen. Da keine Markenlogos auf den Modellen zu sehen seien, entsprächen sie den Vorgaben der Olympischen Charta, sagte Timo Lumme von der IOC-Fernsehvermarktung. Argument der Kritiker: Obwohl kein Firmenlogo zu sehen ist, sei das Auto doch klar erkennbar. Lumme schob die Verantwortung an den Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) weiter. Der habe die Benutzung erlaubt.

cst/dpa

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