Opel Corsa OPC Der Frühling wird hitzig

Opel baut die Flotte der sportlichen Spitzenmodelle mit dem Kürzel OPC zügig aus. Jüngster Spross der Vollgasschmiede: der Kleinwagen Corsa OPC, der beim Autosalon in Genf Premiere feiert und ab Frühjahr bei den Händlern steht.


"OPC ist die emotionale Speerspitze von Opel", sagt Alain Visser, Marketing- und Vertriebschef des Unternehmens aus Rüsselsheim. Die Autos aus dem "Opel Performance Center", kurz OPC, sollen das Image der Marke schärfen, indem sie im Gewand braver Alltags-Pkw rasante Ausnahmesportler verkörpern. Das Geschäft mit der Vollgasmentalität läuft dem Vernehmen nach gut. In diesem Jahr planen die Verantwortlichen europaweit mit rund 15.000 OPC-Modellen.

Zu diesem Ergebnis wird auch der kommende Corsa OPC einen Beitrag leisten. Erstmals gewährt Opel auch seinem kleinsten Modell ein Leistungs- und Optikdoping. Insofern fällt es den Rüsselsheimern auch leicht, schon vorab vom "stärksten Corsa aller Zeiten" zu schwärmen. Das OPC-Modell wird voraussichtlich ab Ende März auf die Straße kommen und ausschließlich in der dreitürigen Version erhältlich sein. Der Preis ist noch nicht abschließend kalkuliert, dürfte sich aber - wenn man einen Blick auf die Konkurrenzmodelle wirft - bei ungefähr 23.000 Euro einpendeln.

Für das Geld erhält man ein kleines Auto mit einem sehr großen Herz. Denn unter der Haube ist ein 1,6-Liter-Turbomotor montiert, der 192 PS leistet und damit zu den heißesten Fegern im Kleinwagensegment zählt. In dieser Region sind bislang lediglich der Mercedes A 200 (193 PS) und der Renault Clio Sport (197 PS) unterwegs, alle übrigen Renner dieses Formats bleiben - wenn auch nur geringfügig - hinter diesen PS-Zahlen zurück.

Overboost-Funktion steigert kurzfristig die Motorkraft

Die immense Leistung und das maximale Drehmoment von 230 Nm, das per Overboost-Taste kurzzeitig gar auf 260 Nm gesteigert werden kann, treiben den Corsa vehement voran. In 7,2 Sekunden ist der Spurt von 0 auf Tempo 100 möglich, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h. Als Durchschnittsverbrauch gibt Opel 7,9 Liter je 100 Kilometer an, jedoch dürfte dies ein theoretischer Wert sein, denn wer ein solches Heißblut kauft, wird wohl kaum nach Kaltblüterart unterwegs sein wollen.

Die OPC-Haustuner statten den Corsa OPC außer mit dem kraftvollen Motor noch mit einem um einen Zentimeter tiefer gelegten Fahrwerk, mit Leichtmetallrädern der Dimension 17 oder 18 Zoll, Breitreifen, einem dreieckigen Auspuff-Endrohr, Dachspoiler und üppigen Schürzen an Front und Heck aus. Drinnen gibt es Sportsitze und Aluminiumpedale. Und dass ein solches Auto nahezu zwingend ESP erfordert, haben die Opel-Leute auch bedacht - es gehört zum Serienumfang.

jüp



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