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13. Mai 2019, 18:27 Uhr

Kleinwagen betroffen

Opel ruft Benziner wegen möglicher Stickoxidprobleme zurück

Opel meldet Probleme mit der Einhaltung der Abgasgrenzwerte und ruft 210.000 Autos zurück. Betroffen ist vor allem ein aktuelles Massenmodell.

Der Autobauer Opel hat europaweit rund 210.000 Kleinwagen mit Benzin- und Flüssiggasmotoren wegen möglicher Stickoxidprobleme in die Werkstätten gerufen. Betroffen sind der Kleinwagen Adam und das Volumenmodell Corsa der Modelljahre 2018 und 2019 mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum, bestätigte ein Unternehmenssprecher.

In Deutschland sind gut 54.000 Autos betroffen. Interne Qualitätskontrollen hätten ergeben, dass bei den betroffenen Modellen die Lambdasonde bei hohen Geschwindigkeiten fehlerhaft funktioniert. "Daraus resultiert, dass es bei Fahrzeugen mit mehr als 50.000 Kilometern Laufleistung über die Lebensdauer des Fahrzeugs eventuell zu einer Überschreitung der Stickoxidgrenzwerte kommen kann", sagte ein Opel-Sprecher gegenüber Spiegel Online. Der Fehler soll über ein Software-Update behoben werden.

"Da es sich bei der Fehlfunktion nicht um ein sicherheitsrelevantes Problem handelt und ausschließlich bei Fahrzeugen ab einem entsprechenden Kilometerstand auftreten kann, bedarf es bei dem Rückruf keiner Überwachung durch das Kraftfahrtbundesamt", so der Opel-Sprecher.

Die Diskussionen um zu hohe Stickoxidemissionen hatten sich in der Vergangenheit stets um Dieselmotoren gedreht. Viele deutsche Städte haben bereits Fahrverbote gegen ältere Diesel-Autos verhängt.

cfr/ene/dpa

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