Opel Vectra OPC Bis zum Anschlag

Audi, BMW und Mercedes riegeln ihre schnellen Limousinen bislang bei Tempo 250 ab. Opel durchbricht nun diesen freiwilligen Konsens und lässt sein neues Topmodell Vectra OPC mit bis zu 260 km/h von der Leine. Vorgestellt wird der schnellste Serienopel seit Menschengedenken auf der IAA im September.


Opel Vectra OPC: Mit Vollgas vorbei an Audi, Mercedes und BMW

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In der DTM läuft es nicht so recht für die Marke mit dem Blitz, doch dafür belebt die hausinterne Tuningabteilung OPC (Opel Performance Center) nun den öffentlichen Straßenverkehr mit einem neuen Modell: Der Vectra OPC wird auf der IAA (15. bis 25. September) seine Weltpremiere feiern und wenige Wochen später bei den Händlern stehen. Erhältlich sein wird das bislang stärkste und schnellste Opel-Serienmodell als Limousine und Kombi. Die Fahrleistungen des trotz größerer Kühllufteinlässe, wuchtigen 18-Zoll-Rädern, Schürzen rundum, blauen Bremssätteln und trapezförmigen Auspuffendrohren noch recht geschmackvoll aussehenden Autos kommen denen reinrassiger Sportwagen sehr nahe.

Das Sportlerherz des Vectra OPC sitzt unter der pfeilförmig gestylten Haube in Form eines V6-Motors mit 2,8 Liter Hubraum, variabler Ventilsteuerung und Turbolader. So ausgestattet entwickelt das Aluminium-Aggregat eine Leistung von 255 PS (188 kW) und rupft mit maximal 355 Nm Drehmoment an der Kurbelwelle. Portioniert wird die Kraft von einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Die Fahrleistungen des sonst braven Vectra werden in der OPC-Version beinahe atemberaubend. 260 km/h gibt Opel als Höchstgeschwindigkeit an, der Sprint von 0 auf Tempo 100 soll in "weniger als sieben Sekunden" möglich sein. Über den Durchschnittsverbrauch oder den Schadstoffausstoß gibt es derzeit noch keine Angaben.

Sport-Transport: Das OPC-Kraftwerk ist auch im Vectra-Kombi verfügbar

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Auch nicht über den Preis. Dafür teilt Opel mit, dass der Wagen als erste Serienlimousine der Welt über ein elektronisch vernetztes Fahrwerk verfügt, eine Technik, die bislang extremen Sportwagen von Kleinserienherstellern vorbehalten war. Durch die variable Dämpferkontrolle und andere Moduliermöglichkeiten des Systems sollen Karosseriebewegungen minimiert und die Straßenlage spürbar verbessert werden, versprechen die Rüsselsheimer. Im Innenraum herrscht ein sportlich-kühles Ambiente vor: reichlich Leder, straffe Recaro-Sportsitze und ein spezielles Cockpit-Design sind für die Ausstrahlung optischer Rasanz zuständig.

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