Paris E-Scooter dürfen nicht mehr auf Gehwegen parken

Achtlos auf Gehwegen abgestellte E-Scooter sind für Fußgänger ein Ärgernis. Paris verbietet nun, die Roller dort zu parken - ansonsten werden 35 Euro fällig.

So ist es richtig: In Paris sind Gehwege für E-Scooter tabu - egal ob sie fahren oder abgestellt werden
KENZO TRIBOUILLARD/ AFP

So ist es richtig: In Paris sind Gehwege für E-Scooter tabu - egal ob sie fahren oder abgestellt werden


E-Tretroller dürfen nicht mehr auf Pariser Gehwegen abgestellt werden. Es drohe ein Strafgeld von 35 Euro, falls die Regel nicht befolgt werde, teilte die Stadtverwaltung mit. Für die Gefährte sollen stattdessen neue Parkzonen geschaffen werden, bis Ende des Jahres sollen rund 2500 solche Orte verfügbar sein.

Damit verschärft die Millionenstadt ihr Vorgehen gegen die Roller erneut. Die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte bereits im Juni Einschränkungen für die Nutzung von Rollern angekündigt. So ist es in Paris bereits verboten, mit den Rollern auf Fußgängerwegen zu fahren. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 135 Euro rechnen.

Bis zu 15.000 Roller sind in Paris unterwegs

Die mit einem Elektromotor ausgestatteten Tretroller haben sich in der französischen Hauptstadt - wie in anderen europäischen Städten auch - rasant ausgebreitet. Auf den Straßen von Paris sind bis zu 15.000 Roller verfügbar.

Auch in Deutschland dürfen E-Scooter nicht überall abgestellt werden, wie der Deutsche Anwaltverein erklärt. Die Regelungen entsprechen in etwa jenen für Fahrräder: "Es muss sichergestellt sein, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden und die öffentliche Sicherheit und Ordnung gewahrt bleibt", heißt es in einer Mitteilung. Fahren müssen E-Scooter auf Radwegen - gibt es keine, darf es auch die Fahrbahn sein.

ene/dpa



insgesamt 62 Beiträge
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rainerwäscher 01.08.2019
1.
"Fahren müssen E-Scooter auf Radwegen - gibt es keine, darf es auch die Fahrbahn sein." Es darf nicht nur, sondern muss in dem Fall zwingend die Fahrbahn genutzt werden. Übrigens sind die meisten Radwege nicht mehr benutzungspflichtig, weil sie den Mindestanforderungen nicht genügen und deshalb kann in dem Fall auch die Fahrbahn benutzt werden.
leidernein 01.08.2019
2. Ja bitte
Das gleiche sollte gelten für Skateboards, Rollerskates, Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren, Menschen mit Hut, Menschen mit Handy, Kinder mit Bobbycar. Einfach mal ein bisschen Rücksicht aufeinander und sich nicht künstlich aufregen, wenn man an einem vorbeigehen muss, der auf sein Handy schaut, oder wenn fünf Meter entfernt ein Escooter an einem vorbeifährt.
Brummi 01.08.2019
3. Ganz fix bitte auch hier!
Hier in Köln darf nun auch jeder, der es eilig oder auch nur Spaß am Jux hat, E-Scooter nutzen und ja, auch nach der Fahrt irgendwo abstellen. Gefahren wird überall und eben auch da, wo es nicht erlaubt ist, u.a. (gestern erlebt) wild durch Fußgängerzonen, motorisiertes Sight-Seeing also. Sehr spaßig. Geparkt wird kreuz und quer und wie mir scheint mit Spaß am Muster: neulich ein Quadrat aus vier Rollern, einfach so mittenmang auf dem Gehweg. Ein anderes Mal standen genau fünf Stück exakt nebeneinander an einem Fußgängerüberweg - tja, das ist schon lustig, man baut ein wenig vergängliche Augenblickskunst oder was auch immer geeignet scheint, sich mal schön auszuleben. "Es muss sichergestellt sein, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden und die öffentliche Sicherheit und Ordnung gewahrt bleibt" - na, dann mal fix!
ompo58 01.08.2019
4. Das war`s dann!
Gute Idee der Pariser! Die müssen dann auf der Straße parken. Und das in Paris. So macht man einem nutzlosen und gefährlichen Hype rasch ein Ende.
Schartin Mulz 01.08.2019
5. Vor ein paar Wochen
gab es hier noch eine erregte Diskussion. Über die regulierungswütigen Deutschen, die monatelang diskutieren, bevor sie diese Scooter endlich erlauben. Während andere Länder einfach machen. Von daher amüsieren mich diese Meldungen schon.
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