"Charta für gutes Fahren" Paris führt Verhaltenskodex für E-Scooter ein

Paris geht gegen die unkontrollierte Ausbreitung von Elektro-Scootern vor. Die Stadt entwickelte jetzt ein Regelwerk für die Verleiher. Bei Nichteinhaltung droht den Stehrollern das Aus.

Eine Frau auf einem Elektro-Scooter in Paris
KENZO TRIBOUILLARD/ AFP

Eine Frau auf einem Elektro-Scooter in Paris


Paris will das Chaos bei Elektrostehrollern beenden. Die Stadt unterzeichnete am Montagabend einen Verhaltenskodex mit zehn E-Scooter-Anbietern. In dem fünfseitigen Dokument verpflichten sich Verleiher wie Lime, Bird und Tier, unter anderem das wilde Parken der sogenannten E-Scooter zu unterbinden.

Die Stadt will dafür 2500 Stellplätze zur Verfügung stellen, auf denen die Roller abgestellt werden müssen. Die Anbieter sollen die Roller im Gegenzug mit grüner Energie versorgen, und alte Fahrzeuge recyclen, um ihre Ökobilanz zu verbessern. Außerdem werden die Mitarbeiter, die die Roller nachts wieder aufladen, dazu verpflichtet, die Scooter am nächsten Morgen dort abzustellen, wo sie Fußgänger am wenigsten stören.

Schnelle Roller ab Herbst verboten

Wenn die "Charta für gutes Fahren" scheitere, sei die Stadt gezwungen, die Roller vorläufig zu verbieten, drohte der Beauftragte für Städtebau, Jean-Louis Missika. Seit Anfang Mai ist der Gebrauch der E-Scooter auf Pariser Gehwegen verboten. Bei Zuwiderhandeln droht ein Bußgeld von 135 Euro, wildes Parken wird mit 35 Euro bestraft.

Video: E-Scooter im Test

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Ab dem Herbst will die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne zudem Roller verbieten, die schneller als 25 km/h fahren. Sie will damit nach eigenen Worten das "Gesetz des Dschungels" beenden.

Bundestag berät über Zulassung von E-Scootern

In Paris gibt es das Stehroller-Sharing seit rund einem Jahr. Die Flitzer sind besonders bei Touristen beliebt: Nach Angaben des US-Anbieters Lime ist Paris einer der größten Märkte in Europa. In der Stadt stehen rund 15.000 Scooter, die Nutzer mit ihrem Handy mieten können und für die sie einen Minutenpreis zahlen. Bis Ende des Jahres könnte die Zahl der Roller auf 40.000 wachsen.

In Deutschland berät am Freitag der Bundesrat abschließend über die von der Bundesregierung geplante Zulassung von E-Scootern im Straßenverkehr. Die zuständigen Ausschüsse der Länderkammer fordern, die Zustimmung nur unter der Bedingung zu erteilen, dass die Roller nicht auf Gehwegen fahren dürfen.

cfr/AFP

insgesamt 35 Beiträge
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rennflosse 14.05.2019
1. Thema
Die gute Nachricht ist, dass man bei diesem Thema nicht nur immer auf den Deutschen und der deutschen Bürokratie herumhacken kann. Ich fürchte, als Geschäftsmodell für Verleiher, die damit Geld verdienen wollen, ist das Ding tot. Wenn es überhaupt jemals darum ging. Der künstlich angefachte Hype um die letzte Meile hatte wohl eher die Abgreifung persönlicher Daten zum Ziel.
Ryker 14.05.2019
2. Genau!
Das vermute ich auch. Letztlich wird es doch nur darum gehen die Chemtrails noch zielgenauer dosieren zu können!
Schartin Mulz 14.05.2019
3. Naja,
Zitat von rennflosseDie gute Nachricht ist, dass man bei diesem Thema nicht nur immer auf den Deutschen und der deutschen Bürokratie herumhacken kann. Ich fürchte, als Geschäftsmodell für Verleiher, die damit Geld verdienen wollen, ist das Ding tot. Wenn es überhaupt jemals darum ging. Der künstlich angefachte Hype um die letzte Meile hatte wohl eher die Abgreifung persönlicher Daten zum Ziel.
kann man doch. Lesen Sie die Kommentare unter den Artikeln zur Zulassung der Scooter in Deutschland. Da ist das das Standard-"Argument".
ktomy69 14.05.2019
4. So unnötig diese Dinger
Wieder ein Akku, Plastik, Müll, CO2-Ausstoss und Verhinderung von Bewegung die der Mensch braucht. Auf die Dinger kann man verzichten. Den Weg, den man mit diesen E-Rollern zurück legt, kann man auch laufen ohne grösseren Zeitverlust.
De facto 14.05.2019
5. Verhaltenskodex
Hoffentlich wird der Beitrag von den Entscheidungsträgern in den deutschen Städten aufmerksam gelesen so das man von vornherein ein Wildwuchs vermeiden kann.
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