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15. Juli 2019, 15:19 Uhr

Flyboard bei Militärparade

Schweben leicht gemacht

Das Flyboard sorgte bei einer Militärparade in Frankreich für Aufsehen - und hält, was der Name des "Hoverboards" verspricht: Es kann schweben und fliegen. Nur leider nicht allzu lange.

Der Auftritt Franky Zapatas erinnerte an den "Grünen Kobold" aus den Spiderman-Filmen: Er flog, aufrecht auf einem Brett stehend, über der Militärparade zum 14. Juli in Paris hin und her. Gut eine Minute drehte der in eine schwarze Uniform gekleidete Zapata eine Runde über den Champs-Élysées, in der linken Hand trug er ein Gewehr.

Das sogenannte Flyboard Air wurde zur Hauptattraktion der Parade - und weckt schon seit Längerem das Interesse des Militärs. Angetrieben wird es durch fünf Miniatur-Düsentriebwerke, mit denen es auch gesteuert wird. Das reglose Verharren in der Luft ist sogar automatisch möglich, im sogenannten "Auto-Hover-Modus".

Das Brett fliegt derzeit nach Angaben des französischen Herstellers bis zu 140 Stundenkilometer schnell, erreicht eine Höhe von 150 Metern und kann eine Nutzlast von 100 Kilogramm tragen. Die Füße des Piloten sind wie auf einem Snowboard befestigt, ein Algorithmus stabilisiert das 20 Kilogramm schwere Flyboard laut dem Hersteller. Entwickelt wurde das Gerät vom Unternehmen des französischen Jetski-Rennfahrers Franky Zapata. Es baute die Flyboards zunächst für den Wassersport, bevor es sich auf Fluggeräte spezialisierte.

Selbst ein Triebwerksschaden kann dem Flyboard laut Herstellerangaben nichts anhaben: Falle ein Triebwerk aus, könne der Pilot seinen Flug problemlos fortsetzen, fielen zwei aus, beginne das Brett mit einem kontrollierten Sinkflug. Die Steuerung sei außerdem dreifach redundant ausgelegt, heißt es auf der Homepage des Herstellers. Neben zwei verkabelten Systemen gebe es zur Sicherheit noch eine drahtlose Steuerung.

Derzeit nur in den USA zugelassen

Geflogen werden kann das Flyboard derzeit jedoch nur in den USA, dort ist es als Ultraleichtflugzeug zugelassen. Mit 110 bis 115 Dezibel ist es nicht gerade leise - soll dafür jedoch auch bei schlechtem Wetter fliegen können, da es keine Wind- oder Sichtbeschränkungen wie bei Helikoptern oder Flugzeugen gebe.

Der bislang größte Nachteil ist die geringe Reichweite: Nach maximal zehn Minuten ist der rund 20 Liter große Kerosinvorrat an Bord erschöpft, räumt Zapatas Firma ein. Die Flugzeit soll allerdings bald auf eine halbe Stunde, die Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h und die maximale Flughöhe auf 3000 Meter steigen.

ene/AFP

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