Zuschuss bis 2020 Bundesregierung will Kaufprämie für E-Autos verlängern

Wirtschaftsminister Altmaier will die Kaufprämie für E-Autos bis 2020 anbieten. Bisher wurde sie wenig genutzt - doch der Zuschuss soll bald steigen.

Ein Elektroauto an einer Ladesäule
Patrick Pleul / DPA

Ein Elektroauto an einer Ladesäule


Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge den Kauf von Elektroautos noch bis Ende 2020 bezuschussen. Die Umweltprämie habe sich bewährt, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der "Welt". Die Zahl der Anträge steige stetig an, "zwar langsamer als wir das erhofft hatten, aber umso wichtiger ist es, Kontinuität bei der Förderung zu gewährleisten". Ursprünglich wäre die Kaufprämie Ende Juni 2019 ausgelaufen.

Derzeit gibt es beim Kauf eines E-Autos insgesamt 4000 Euro, für Plug-in-Hybride beträgt die Prämie 3000 Euro. Staat und Autohersteller steuern jeweils eine Hälfte der Summe bei. Künftig sollen zusätzlich der Einbau von akustischen Warnsignalen, die ab 1. Juli in der EU vorgeschrieben sind, mit 100 Euro pro Gerät gefördert werden.

Prämie wird bisher wenig abgerufen

Bislang seien beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erst rund 118.000 Anträge eingegangen, berichtet die "Welt". Das entspreche einer Fördersumme von insgesamt etwas mehr als 400 Millionen Euro, inklusive des Herstelleranteils. Insgesamt stehen 1,2 Milliarden Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Immerhin hat sich der Marktanteil von Elektroautos in Deutschland seit Einführung der Prämie auf 2,5 Prozent verfünffacht (siehe Grafik).

Der Bonus pro Fahrzeug und die zur Verfügung stehenden Mittel werden dem Bericht zufolge nicht erhöht - vorerst jedenfalls. Nach Informationen des SPIEGEL möchte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den staatlichen Anteil des Umweltbonus für reine Elektroautos ab 2020 von derzeit 2000 aber auf 4000 Euro verdoppeln - allerdings nur für Kleinwagen mit einem Kaufpreis von bis zu 30.000 Euro. Bei E-Autos mit einem Preis von bis zu 60.000 Euro soll die Prämie künftig 2500 Euro betragen. Für teurere Autos soll es weiterhin keine Prämie geben.

ene/AFP



insgesamt 146 Beiträge
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hmueller0 31.05.2019
1. Besser kann man Planlosigkeit nicht zeigen
Wurde ja schon häufig gezeigt - auch im SPON: Was fällt der aktuellen politischen Führung als Antwort auf aktuelle Probleme ein? Nichts. Aber Programme aufsetzen und Fördergelder mit fraglichem Nutzen auschütten, geht immer. Soll ja Niemand sagen, man würde nichts tun...
Mr_M 31.05.2019
2. Einseitige Technologieförderung
Die E-Auto Prämie ist wieder mal eine symbolpolitische Förderung einzelner Technologien, die hinsichtlich des Klimaschutzes durchaus zweifelhaft ist. Eine wirkungsvolle Verkehrswende kann meines Erachtens durch einen CO2 Zertifikatehandel im Verkehrssektor geben. Dann werden sich die sinnvollen Technologien durchsetzen. Interessant ist hierzu folgende Doku: https://www.youtube.com/watch?v=bQWypxCd7ec
10kwh 31.05.2019
3.
Derzeit gibt es 4000? von Staat und Hersteller. Der Staat will verdoppeln auf 4000?, was gibt es dann in Summe?? 8000??? Das hätte man noch erwähnen können.
Patenting 31.05.2019
4. Halbherzige Förderung !
Wenn man wirklich die abgasfreie Elektromobilität fördern will, dann kann man nicht gleichzeitig Verbrenner-Autos mit Mini-Batterie (sog. Plug-in-Hybride) in (fast) gleicher Höhe subventionieren - und dann auch auch noch Dieselkraftstoff weiterhin steuerlich bevorzugen!
Bellagio 31.05.2019
5. 2500 Euro lohnen keine Neuanschaffung
Auch hier zeigt die Politik wieder demonstrativ wie abgehoben sie auf dieses Land herunterblickt, das sie eigentlich im Sinne ihrer Wähler regieren sollen. Wer kauft sich denn wegen 2500 Euro Prämie, die man sich wahrscheinlich noch mit einem kompletten Finanz- Striptease und Bürokratie- Marathon erarbeiten muss, ein neues Auto? Wahrscheinlich jeder Politiker, der für seine Fahrbereitschaft sowieso nichts bezahlt, jeder Business- Kasper für dessen Firmenwagen er selbst eh nur Peanuts bezahlt, usw. usw....Otto-Normalverbraucher sieht den E- Golf 15000 Euro teurer (vor Extras) als den vergleichbaren Benziner beim Händler stehen und kauft...natürlich den E-Golf...NEIN! Das wird sicher nicht passieren!
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