Peugeot 407 Der Breitmaulfrosch

Offiziell wird das neue Mittelklasse-Auto erst beim Genfer Salon Anfang März vorgestellt, doch schon jetzt beschert Peugeot der Welt einige Ansichten und Informationen zum neuen Modell 407. Ein Wagen, der Wachstum ausdrückt.


Gestreckt, wuchtig und auf jeden Fall sehr eigenständig: Der Peugeot 407 kommt im Mai auf den deutschen Markt

Gestreckt, wuchtig und auf jeden Fall sehr eigenständig: Der Peugeot 407 kommt im Mai auf den deutschen Markt

Fast alles an diesem Auto wirkt überdimensioniert. Das breite Kühlermaul mit dem grobmaschigen Gitter ebenso wie die riesigen Scheinwerfereinheiten und das extra große Löwen-Logo. Die C-Säule trägt besonders dick auf, die Rücklichter sind monumental, und die Abrisskante wirkt auch alles andere als dezent. Mit diesem Auto, so heißt es bei den Franzosen, "tritt Peugeot in eine neue Designepoche ein". Speziell der Kühlergrill wirkt wie eine Kopie des Bauteils beim neuen Ferrari 612 - und das ist nicht die schlechteste Referenz.

Der 407 wirkt gestreckt, wuchtig und auf jeden Fall sehr eigenständig. 4,67 Meter lang ist der Wagen, 1,81 Meter breit und 1,46 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,72 Meter und bewegt sich damit in einer Größenordnung wie Mercedes C-Klasse (2,71 Meter) oder Opel Vectra (2,70 Meter).

Im Mai soll der neue 407 auf den deutschen Markt kommen. Die Preise gibt Peugeot derzeit noch nicht bekannt, aber die Motorvarianten stehen fest: Vier Benziner mit einer Leistung von 116 bis 211 PS (85 bis 155 kW) sowie zwei Dieselaggregate mit Rußpartikelfilter und einer Leistung von 109 und 136 PS (80 und 100 kW) werden für das Auto angeboten. Die Topmotorisierung, der V6-Benziner mit 211 PS, wird in Verbindung mit einer Sechsgang-Automatik mit sequenzieller Schaltung ausgeliefert. Peugeot hat bereits angekündigt, dass "zu einem späteren Zeitpunkt" das Dieselangebot um einen 2,7-Liter-Sechszylinder-Selbstzünder erweitert werden wird. Dieser Motor ist ein Produkt aus der Zusammenarbeit zwischen PSA und Ford.

"Eine neue Designepoche": Peugeot 407

"Eine neue Designepoche": Peugeot 407

Wenn Peugeot-Mitarbeiter über den 407 sprechen, heben sie vor allem das neue Fahrwerk des Autos hervor. Vorne kommt Rennsporttechnik zum Einsatz, die ursprünglich vom Modell 406, dem Deutschen Supertourenwagenmeister des Jahres 1997 stammt: ein doppelter Dreiecksquerlenker mit entkoppelten Achsschenkeln. Die Mehrlenker-Hinterachse ist mit liegenden Stoßdämpfern ausgestattet. Die Bremsanlage wurde im Vergleich zum Vorgängermodell 406 vergrößert - auch hier also Wachstum. Gleiches gilt für die Sicherheitsausstattung. Der 407 dürfte das erste Serienauto sein, das hier zu Lande bereits in der Standardausstattung mit neun Airbags ausgeliefert wird. Neben den Front- und Kopfairbags gibt es vier Seitenairbags und, das ist der neunte Luftsack im Innenraum, einen Lenksäulen-Airbag, der im Falle einer Karambolage die Knie und Beine des Fahrers schützen soll.

Der Innenraum, darauf lassen die ersten Fotos des Interieurs schließen, ist sehr übersichtlich eingerichtet, bietet aber keine auf den ersten Blick sichtbaren Besonderheiten. Peugeot verspricht, das Raumgefühl im 407 werde besonders großzügig empfunden, weil der Wagen im Innern vergleichsweise hell sei. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die rund eineinhalb Quadratmeter große Glasfläche der stark geneigten Frontscheibe. Auch die ist sehr groß im Vergleich zu anderen Autos dieser Klasse - eben wie das meiste an diesem Wagen.



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