Brände am 911 GT3 Porsche verschweigt die Ursache für Feuergefahr

Porsche hat die Ursache für zwei spektakuläre Brände des 911 GT3 gefunden. Während der Autobauer rät, den Wagen nicht zu benutzen, behält er den Grund für die plötzlichen Feuer erst einmal für sich.

911 GT3: Zwei Porsche fingen plötzlich Feuer
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911 GT3: Zwei Porsche fingen plötzlich Feuer


Stuttgart - Nach Bränden an zwei neuen Porsche 911 GT3 hat der Sportwagenbauer offenbar die Ursache gefunden - verrät sie aber nicht. "Wir kennen die Gründe", sagte Porsche-Chef Matthias Müller am Freitag in Stuttgart. Warum das Feuer ausgebrochen war, wollte Müller noch nicht bekanntgeben. "Wir erproben derzeit Abstellmaßnahmen", sagte er. Erst wenn das Problem gelöst sei, werde Porsche sich "sehr detailliert" zum weiteren Vorgehen äußern.

Die Krisenkommunikation von Porsche wirft Fragen auf. Erst will Porsche die Kunden informieren und dann die Öffentlichkeit. "Dies hat nichts mit Verschweigen zu tun, sondern ausschließlich mit der gebotenen Wertschätzung unseren Kunden gegenüber", sagte ein Sprecher. Nach den Bränden in der Schweiz und in Italien hatte der Hersteller alle 785 ausgelieferten Fahrzeuge zurückgerufen.

Der erste Porsche brannte am 5. Februar in der Schweiz. Aus dem Heckmotor seien Öl und Rauch gekommen, berichtete die Kantonspolizei St. Gallen. Kurze Zeit später habe der Porsche aus unbekannten Gründen Feuer gefangen. Der Wagen im Wert von umgerechnet rund 160.000 Euro erlitt einen Totalschaden.

Untersuchung noch am Unfallort

Der zweite Brand ereignete sich nach Angaben des Unternehmens in Süditalien. Porsche-Techniker hätten jeweils noch am Unfallort die Schäden untersucht, die beiden Fahrzeuge seien dann in die Porsche-Zentrale transportiert worden.

Hierzulande kostet das Fahrzeug rund 137.000 Euro. Seit August 2013 ist es in Deutschland auf dem Markt. Porsche hatte alle Halter informiert und empfohlen, das Auto nicht mehr zu benutzen.

mhu/dpa



insgesamt 21 Beiträge
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LapOfGods 14.03.2014
1. optional
"Porsche hatte ... empfohlen, das Auto nicht mehr zu benutzen." Einfach so? Da würde ich mich aber bedanken. Selbst Porsche-Fahrer werden vereinzelt ihr Auto brauchen.
westerwäller 14.03.2014
2. Porsche empfiehlt, den 911 GT3 nicht zu benutzen
... und wie soll ich meine Enkelkinder vom Kindergarten abholen? Etwa meiner Frau ihrn Bentley benutzen? Geht's noch?
Benjowi 14.03.2014
3. Wer im Glashaus sitzt......
Wenn man bedenkt, dass aus der gleichen Ecke über die Akkubrände bei Tesla lauthals gelästert wurde, lässt das tief blicken.... Dabei waren die Tesla-Brände eindeutig die Folgen schwerer Unfälle!
Flusher 14.03.2014
4. St.Gallen
Das Auto ist halt nicht dafür konzipiert gebrächliche Steuerflüchtlinge bei max. Tempo 120 von A nach B zu bringen. Das Auto hat abseits des Transports auf eine Rennstrecke, nichts auf den verstopften Schweizer Straßen zu suchen.
dannliesdochmalwas 14.03.2014
5. Ersatzfahrzeug
Vielleicht sollte Porsche den betroffenen Fahrern in der Zwischenzeit einen Tesla zur Verfügung stellen. Das Motorgeräusch müsste natürlich als MP3-Datei mitgeliefert werden.
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