Präsident des Umweltbundesamtes Steuerentlastung für Carsharing gefordert

Carsharing-Dienste können Städte und Umwelt entlasten. Nach Ansicht des Präsidenten des Umweltbundesamts sollten deshalb die Angebote ausgebaut werden. Als Anreiz fordert er eine bessere Unterstützung. Sein Vorschlag: eine Kfz-Steuer-Befreiung für die Autos.
Carsharing: Die Teilzeit-Miete lohnt sich vor allem für kurze Strecken

Carsharing: Die Teilzeit-Miete lohnt sich vor allem für kurze Strecken

Foto: Fredrik von Erichsen/ picture-alliance/ dpa

Berlin - Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, hat eine stärkere Förderung des Carsharing vorgeschlagen. Die gemeinschaftlich genutzten Fahrzeuge sollten von der Kfz-Steuer befreit werden, sagte Flasbarth in der Montagsausgabe der "Frankfurter Rundschau".  "Dies würde einen Anreiz geben, um das gemeinsame Nutzen von Autos noch populärer zu machen und die Einsparung von Rohstoffen und Energie im Verkehr voran zu bringen." Außerdem ließe sich so der Platz in Städten effizienter nutzen. Der Steuerausfall könnte nach Einschätzung Flasbarths durch eine Umlage auf die restlichen Fahrzeuge ausgeglichen werden.

Der Beitrag des Verkehrssektors zur Umweltentlastung müsse erhöht werden, forderte der UBA-Chef. Die bessere Ausnutzung von Autos und eine dadurch kleiner werdende Autoflotte seien ein Weg dazu. In Deutschland gibt es dem Bericht zufolge derzeit etwa 160.000 Carsharing-Nutzer, die Zugriff auf 4600 Fahrzeuge haben. Im Schnitt kommen auf jedes Auto rund 35 Fahrer.

Carsharing lohnt sich vor allem für Autofahrer, die gelegentlich ein Fahrzeug für kurze Strecken benötigen. Für das Ausleihen eines Autos fallen je nach Anbieter Zeit- und Entfernungspauschalen an, meist eine Gebühr pro Stunde, Tag oder Woche sowie ein Beitrag pro gefahrenem Kilometer.

rom/dpa