Renault-Fahranfänger- Studie Frauen auf der Überholspur

Zumindest bei Statistikern haben Frauen am Steuer einen guten Ruf. Fahrerinnen verursachen weniger Unfälle als Männer und gelten als rücksichtsvoller und vorsichtiger. Dieses positive Bild kann Renault nach einer neuen Fahranfänger-Studie um eine weitere Fassette ergänzen: Junge Frauen fahren zunehmend souverän und offensiv.


In der Untersuchung werden fünf Fahrertypen mit mehr oder minder hohem Risikopotenzial für den Straßenverkehr unterschieden. Als ein positives Leitbild identifiziert die Studie den "souverän-gelassenen" Fahrertyp, dem insgesamt 27,6 Prozent der Befragten angehören.

Im Jahr 2000 waren nur 18,2 Prozent aller "Punktesünder" in der Kartei des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg weiblich
Foto: GMS

Im Jahr 2000 waren nur 18,2 Prozent aller "Punktesünder" in der Kartei des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg weiblich

In dieser Gruppe haben die Fahrerinnen mit 52,3 Prozent die Nase vorn. Dabei macht diesen jungen Damen Autofahren vor allem viel Spaß. Generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen lehnt die "souverän-gelassene" Fahrerin ab. Das Automobil als Transportmittel hat einen hohen Stellenwert. Dank einer gesunden Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit behält sie auch in brenzligen Situationen den Überblick und fährt mit gutem Beispiel voran. Der eigene Fahrstil wird an die jeweiligen Verkehrsverhältnisse angepasst, riskante Fahrmanöver allerdings vermieden.

Demgegenüber steht allerdings, dass Frauen gerne auch einmal Gas geben. Zwar waren im Jahr 2000 nur 18,2 Prozent aller "Punktesünder" in der Kartei des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg weiblich. Doch wenn Frauen auffielen, dann häufiger wegen Tempo- und Vorfahrtsdelikten als die Männer. In 55,6 Prozent der Fälle waren sie zu schnell unterwegs. Der Anteil der Promillefahrten dagegen ist bei den Männern mehr als doppelt so hoch als bei den Frauen.

Neben dem "souverän-gelassenen" Fahrertyp beschreibt die Untersuchung noch vier weitere Typen. Mit 70 Prozent dominieren die jungen Frauen bei den "Vorsichtigen", denen die Untersuchung ebenfalls ein niedriges Gefahrenpotenzial bescheinigt. Demgegenüber liegen die Männer bei den "Aggressiven" mit 56,6 Prozent, bei den "Risikobereiten" mit 77,5 Prozent und bei den "Nüchtern-Rationalen" mit 56,9 Prozent in Führung.

Die Studie ist Teil der Verkehrssicherheitsaktion "Charakter im Fuß", mit der deutsche Renault-Importeur zu mehr Gelassenheit und Souveränität im Straßenverkehr bewegen will. Schirmherr ist der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Kurt Bodewig. Führerscheinneulinge können im Internet an einem bundesweiten Persönlichkeitstest teilnehmen und mit ein bisschen Glück zu den "Renault Safety Championships" 2002 nach Paris starten.



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