Diverse Mängel GM ruft drei Chevrolet-Modelle zurück

Lockere Sitze, kaputte Blinker, defekte Servolenkung: Diesmal ist es eine ganze Mängelliste, die GM zum Rückruf von drei Chevrolet-Modellen zwingt. Auch zu Unfällen mit Verletzten ist es bereits gekommen.

Chevrolet Spark: Der Wagen wird auch in Deutschland verkauft
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Chevrolet Spark: Der Wagen wird auch in Deutschland verkauft


Detroit - General Motors (GM) muss erneut weltweit knapp 823.000 Autos in die Werkstätten rufen. Betroffen sind Modelle neuerer Baujahre - darunter der Kleinwagen Chevrolet Spark, der auch in Deutschland verkauft wird, die Limousine Chevrolet Impala und der Pick-up-Truck Chevrolet Silverado. Bei diesen Fahrzeugen sind womöglich die Sitze nicht richtig befestigt, arbeiten die Blinker unzuverlässig oder die Servolenkung kann ausfallen. Der Konzern wisse bereits von zwei Unfällen mit drei Verletzten, die auf diese Mängel zurückzuführen sind, teilte die Opel-Mutter am Mittwoch in Detroit mit.

718.000 der Wagen fahren auf US-Straßen, ob Autos in Deutschland betroffen sind, ist noch unklar. Modelle der GM-Tochter Opel seien nicht betroffen.

Für GM geht damit eine Serie von Rückrufen weiter. Seit Jahresbeginn hat der Konzern rund 29 Millionen Autos in die Werkstätten bestellt - etwa das Dreifache der eigenen Jahresproduktion. Für GM bedeuten die jüngsten Qualitätsmängel nicht nur einen immensen Imageschaden, sie belasten auch die Bilanz. Für die Reparaturen rechnet GM nach letztem Stand mit Kosten von insgesamt 2,5 Milliarden Dollar (1,8 Mrd. Euro). Schon im Auftaktquartal hatte der größte US-Autobauer wegen des Rückruf-Debakels nur noch einen schmalen Gewinn von 108 Millionen Dollar unterm Strich eingefahren. Der Konzern wird am heutigen 24. Juli seine Zahlen für das zweite Quartal präsentieren.

GM versucht indes, das neueste Debakel klein zu reden. "Diese Rückrufe zeigen, wie sehr wir unseren Sicherheitsansatz verbessert haben", sagte der zuständige GM-Manager Jeff Boyer. Ein jahrelang verschleppter Defekt an Zündschlössern hatte die Rückrufwelle ausgelöst. Laut GM starben mindestens 13 Menschen aufgrund des Mangels. Verbraucherschützer gehen indes von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

mhu/dpa



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Rockaxe 24.07.2014
1. Wie
Zitat von sysopChevroletLockere Sitze, kaputte Blinker, defekte Servolenkung: Diesmal ist es eine ganze Mängelliste, die GM zum Rückruf von drei Chevrolet-Modellen zwingt. Auch zu Unfällen mit Verletzten ist es bereits gekommen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/rueckruf-gm-muss-die-modelle-chevrolet-spark-impala-und-silverado-nachbessern-a-982648.html
war das nochmal? Selbst im Artikel und dessen Verweis auf den Link zum Chevrolet Spark steht dass es ein Koreaner ist. (http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/chevrolet-spark-nix-mit-niedlich-a-666108.html) Es wurde bei GM Korea entwickelt und dort produziert. Daher verwundert es doch, dass die Fehler auch bei den beiden anderen Modellen identisch sind.
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