Massenrückruf in China  Behörde schickt US-Autos in die Werkstatt

General Motors und Ford sehen sich in China mit einer großen Rückrufaktion konfrontiert. Zwar scheinen die Mängel nicht gravierend, aber auch kleine Qualitätsprobleme können das Image gefährden.
Ford Kuga: Leidet in China unter Lenkungsproblemen

Ford Kuga: Leidet in China unter Lenkungsproblemen

Foto: Ford

Hamburg - General Motors muss in China 1,46 Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Grund seien Probleme mit den Benzinpumpen, teilte die zuständige chinesische Aufsichtsbehörde am Freitag mit. Betroffen sind Wagen der Marken Buick und Chevrolet aus den Jahren 2006 bis 2011. Sie würden von GMs Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Hersteller SAIC zurück in die Werkstätten beordert. Außer mit SAIC baut GM auch mit FAW Autos in der Volksrepublik. Unter "extremen Bedingungen" könne der Defekt dazu führen, dass Benzin auslaufe.

Auch das Gemeinschaftsunternehmen von Ford Motor und Chongqing Changan Automobile muss Fahrzeuge zurück rufen. Es beorderte fast 81.000 Autos vom Typ Kuga wegen Lenkungsproblemen in die Werkstätten. Die Autos sollen aber erst ab dem 21. Februar überprüft werden, da die Ersatzteile erst noch gefertigt werden müssen.

Der Chef der Shanghaier Beratungsfirma Automotive Foresight, Yale Zhang, sagte, die Zahl der Rückrufe bei GM sei zwar hoch, weil Buick und Chevrolet große Stückzahlen produzieren. Der Fehler an den Fahrzeugen erscheine aber nicht sehr problematisch. Viele Hersteller reagierten aktiv und vorbeugend. Im konkreten Fall dürfte das Image von GM in China kaum Schaden nehmen.

GM verkaufte zwischen Januar und November 2,89 Millionen Fahrzeuge in China, ein Plus von 11,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Bei Ford waren es 840.975 Autos, was ein Plus von 51 Prozent ist.

mhu, AFP, Reuters
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