Rußfilter Diesel-Fahrern drohen Steuerforderungen

Neuer Ärger für Besitzer von Diesel-Autos: Im Streit um unwirksame Rußfilter könnten ihnen Steuerforderungen drohen. Grund ist die Selbstanzeige eines Fahrers.


Hamburg - Entgegen den Ankündigungen von Umweltminister Sigmar Gabriel stockt der Austausch von rund 60.000 defekten Diesel-Rußfiltern. Der Grund: Die Werkstätten bekommen keine Ersatzfilter der betroffenen Hersteller. Gleichwohl profitieren die Autobesitzer weiter von der Steuerbefreiung und dürfen mit der Feinstaub- Plakette ab 1. Januar auch in den neu eingerichteten "Umweltzonen" von Berlin, Köln und Hannover fahren – selbst wenn ihre Filter nicht funktionieren.

Der Dortmunder Fahrer eines Land Rovers hat jetzt Selbstanzeige erstattet – und auch gleich seinen Steuervorteil von jährlich 330 Euro an die Behörden zurück überwiesen. Er wird damit laut Deutscher Umwelthilfe möglicherweise eine Prozesswelle auslösen. Denn die Finanzbehörden müssen nach Gesetzeslage Steuersubventionen zurückfordern, wenn der Fördergrund entfällt.

wal



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