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E-Lkw aus Aachen: Streetscooter in groß

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

RWTH Aachen Streetscooter-Entwickler stellen E-Lkw vor

Mit dem Streetscooter, einem E-Transporter den heute die Deutsche Post baut, sorgten Aachener Wissenschaftler für Aufsehen. Nun legen sie mit einem Lkw nach.

In Kalifornien gibt es Tesla, in Deutschland den Lehrstuhl Produktionstechnik für Elektromobilitätskomponenten: Die Aachener Wissenschaftler treiben die Massenproduktion von elektrischen Lastwagen voran und haben jetzt den Prototypen eines elektrischen Lkw vorgestellt.

Erfahrung haben die Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) im Fahrzeugbau schon gesammelt. Mit dem E-Transporter Streetscooter war ihnen bereits eine echte Überraschung gelungen.

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E-Lkw aus Aachen: Streetscooter in groß

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Der Lkw mit dem Namen LiVe 1 soll preiswert in Produktion und im Unterhalt sowie praktisch für den Stadtverkehr sein. "Bei Elektromotoren werden zwar schon viele Dinge entwickelt, aber es gibt zu wenig, was für eine Massenproduktion tauglich wäre", sagte Projektleiter Gerret Lukas. Genutzt etwa von Postzustellern, Gartenbaubetrieben oder Kommunen könnte der 7,5-Tonner dazu beitragen, dass es weniger Schadstoffe in der Luft gibt, teilte der Lehrstuhl mit.

Drei verschiedene Antriebe sind möglich

Insgesamt soll es vier Prototypen geben. Zwei sollen mit Batterien betrieben werden, ein Lkw mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle und ein weiterer ist als Oberleitungs-Lkw geplant. "Der funktioniert fast wie eine Straßenbahn ohne Schiene", sagte Lukas.

Die RWTH arbeitet bei der Entwicklung mit mehreren Partnern zusammen. Neben dem Fahrzeughersteller Isuzu, auf dessen N-Serie der Prototyp basiert, sind auch die Streetscooter GmbH, eine Tochter der Deutschen Post, die deren E-Transporter herstellt, sowie die Post selbst am Projekt beteiligt. Auch der E-Kleinwagen e.Go wurde an der RWTH entwickelt.

ene/dpa
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