Saab 9-5 Schon wieder Premium

In der so genannten Premium-Abteilung der oberen Mittelklasse wird es drückend eng. Jetzt drängt es auch die schwedische GM-Tochter Saab verstärkt in dieses Segment: Mit dem renovierten Saab 9-5, den es als Limousine und als Kombi gibt.


Der neue Saab 9-5: veränderte Frontstoßfänger, Chromrand um den Kühlergrill und Klarglasscheinwerfer

Der neue Saab 9-5: veränderte Frontstoßfänger, Chromrand um den Kühlergrill und Klarglasscheinwerfer

Bislang fristete die schwedische Marke eher ein Schattendasein auf dem deutschen Markt. Zahnärzte, Architekten und einige Freiberufler fuhren auf die schnittigen Schweden-Kreuzer ab. Lediglich 3280 Exemplare des Modells 9-5 wurden im vergangenen Jahr laut Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland verkauft. Der überarbeitete Wagen, der ab 21. September zu den Händlern kommt, soll deutlich erfolgreicher werden.

Beitragen sollen dazu die beiden neuen Turbodiesel-Motoren. Die Triebwerke mit Common-Rail-Technik gibt es mit 2,2 oder 3 Liter Hubraum. Der kleinere Vierzylinder-Motor leistet 125 PS (92 kW), bietet ein maximales Drehmoment von 280 Nm und kommt erst Anfang 2002 auf den deutschen Markt. Ab September dagegen ist die stärkere Variante zu haben: Der 3-Liter-Sechszylinder-Diesel leistet 176 PS (129 kW) und mobilisiert ein Drehmoment von 350 Nm. Neben den beiden Selbstzündern hat Saab für den 9-5 noch vier Vierzylinder-Benzinmotoren im Angebot.

Vier Airbags, ABS, aktive Kopfstützen und Klimaanlage gehören unter anderem zum Standard

Vier Airbags, ABS, aktive Kopfstützen und Klimaanlage gehören unter anderem zum Standard

Alle sind die mit Turboladern bestückt, die Leistungspalette reicht von 150 bis 250 PS (110 bis 184 kW). Komplett neu entwickelt wurde eine Fünfgang-Automatik, die nun auch mit den jeweils stärksten Benzin- und Dieselmotoren kombiniert werden kann, weil sie bis zu 350 Nm verkraftet.

Saab-Fahrer sind, so die landläufige Meinung, Puristen was das Design betrifft. Entsprechend behutsam wurde das Äußere des Autos verändert. Im Grunde nämlich beschränken sich die Neuerungen auf einen veränderten Frontstoßfänger, einen Chromrand um den Kühlergrill und Klarglasscheinwerfer. Die übrigens nun mit Bi-Xenon-Lampen bestückt sind. Wer das Auto deutlicher akzentuieren will, dem bieten die Schweden diverse Ausstattungs- und Designlinien an, die so klangvolle Namen tragen wie Linear, Arc, Vector und Aero. Zur Serienausstattung aller Modelle gehören vier Airbags, ABS, aktive Kopftstützen, Klimaautomatik, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrisch verstellbare Außenspiegel und ein Audiosystem, das vom Lenkrad aus bedient werden kann.

Saab 9-5 als Kombi

Saab 9-5 als Kombi

"Saab spricht", heißt es bei Saab, "moderne Premium-Kunden an, die sich ein Auto mit unverwechselbaren Markenimage wünschen, das seinen Besitzer nicht automatisch in eine bestimmte Schublade steckt." Andererseits: Steckt man nicht gerade als Saab-Fahrer in einer ganz bestimmten Schublade? Jedenfalls gehört man einem erlauchten weil relativ kleinen Kreis an. Um den zu vergrößern, betonen die Schweden gerne ihr Preis-Leistungs-Verhältnis. Die erste Komponente, die Preise nämlich, sehen folgendermaßen aus: Die günstigste 9-5 Limousine mit 150-PS-Vierzylinder-Benziner kostet 58.088 Mark, das entsprechende Kombi Modell steht für 60.141 Mark in der Liste. ESP kostet 1017 Mark extra, das Automatikgetriebe 3276 Mark und auch die Nebelscheinwerfer müssen gesondert bestellt und bezahlt werden (plus 391 Mark).



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