Produktionsstart im Herbst Saab plant Comeback

Der Autobauer Saab will bald ein neues Modell auf den Markt bringen. Noch im Herbst dieses Jahres soll in Schweden die Produktion beginnen. Allerdings steht noch nicht fest, wo der Wagen überall verkauft wird.
Saab-Unternehmenssitz in Trollhättan: Hier soll das Modell 9-3 vom Band laufen

Saab-Unternehmenssitz in Trollhättan: Hier soll das Modell 9-3 vom Band laufen

Foto: imago

Stockholm - Im schwedischen Trollhättan sollen bald wieder Saab-Autos vom Band laufen. Wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch bestätigte, wurden bereits 332 Mitarbeiter angestellt, die die Wiederaufnahme der Produktion vorbereiten sollen. Bislang würden in den Werkshallen 70 Kilometer nördlich von Göteborg Teile für andere Modelle hergestellt.

"Wir sind zuversichtlich, im Laufe des Herbstes mit der Produktion des Saab 9-3 beginnen zu können", sagte Johan Andersson, Sprecher von National Electric Vehicle Sweden (NEVS) . Die Investorengruppe ist ein Zusammenschluss des auf alternative Energien spezialisierten Unternehmens National Modern Energy Holdings aus Hongkong und der Investmentfirma Sun Investment aus Japan. Sie hatte den bankrotten schwedischen Autohersteller im vergangenen Jahr gekauft.

Laut Angaben des Sprechers verhandle man derzeit noch mit Zulieferern. "Wir sind im Gespräch mit circa 500 Partner und haben noch einige vor uns", sagte Andersson. "Es geht auch darum, Beziehungen aufzubauen."

Ein E-Mobil als zweiter Schritt

Im Großen und Ganzen entspreche der neue Saab 9-3 dem Modell von 2002, dessen Produktion vor zwei Jahren eingestellt wurde. Zunächst ist laut Andersson ein Antrieb mit Verbrennungsmotor geplant, bis 2014 wolle man den Wagen zu einem E-Mobil weiterentwickeln. Wo das Auto auf den Markt kommt, wollte Andersson noch nicht sagen. "Wenn wir mit der Produktion starten, geben wir mehr Details bekannt."

Für die Stadt Trollhättan sei die Wiederbelebung der Saab-Produktion eine sehr positive Entwicklung, sagte Andersson. Vor der Insolvenz des Autobauers 2011 waren in den Werkshallen rund 3500 Mitarbeiter beschäftigt.

cst/dpa