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Vollsperrung der Schiersteiner Brücke: Nichts geht mehr am Rhein

Foto: Fredrik von Erichsen/ dpa

Schiersteiner Brücke Vollsperrung am Rhein

Verkehrschaos am Mittwoch rund um die Schiersteiner Brücke: Eine wichtige Autobahnverbindung zwischen Wiesbaden und Mainz ist wegen Sicherheitsmängeln kurzfristig gesperrt worden.

Wiesbaden/Mainz - Zehntausende Autofahrer auf beiden Seiten des Rheins standen am Mittwoch im Stau. Weil die wichtige Autobahnverbindung zwischen Wiesbaden und Mainz am Dienstagabend wegen Sicherheitsmängeln überraschend gesperrt werden musste, ruht der Verkehr. Für wie lange, ist noch unklar. Die Brücke bleibt jedoch mindestens bis Rosenmontag unpassierbar.

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) sagte am Mittwoch, die Experten gingen davon aus, dass die Ergebnisse der Untersuchung in der nächsten Woche vorlägen. "Wir rechnen damit, dass wir über einen längeren Zeitraum nachdenken." Der technische Leiter des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, Bernd Hölzgen, sagte: "Die Sicherheit geht vor. Deswegen können wir die Brücke jetzt nicht freigeben."

Der Grund: Einer der Pfeiler der Schiersteiner Brücke auf Mainzer Seite habe sich geneigt, teilte am Mittwoch in Koblenz eine Sprecherin des Landesbetriebes Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz mit. Dadurch hänge der Überbau durch und die Fahrbahn habe sich um mehrere Zentimeter gesenkt.

Neubau frühstens in mehreren Jahren fertig

Auch Fußgänger und Radfahrer dürfen die Rheinbrücke nicht mehr benutzen. Alle Auffahrten auf die Autobahn 643 zur Schiersteiner Brücke zwischen den Landeshauptstädten von Hessen und Rheinland-Pfalz hin wurden gesperrt.

Die vor mehr als 50 Jahren gebaute Schiersteiner Brücke ist seit Langem marode und vielen Pendlern von den häufigen Staumeldungen im Radio bekannt. Täglich nutzten bis zu 90.000 Fahrzeuge die vier Spuren. Seit 2013 entsteht daneben ein sechsspuriger Neubau. Seine Fertigstellung ist aber erst in mehreren Jahren geplant.

smh/dpa
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