Schlaglöcher ADAC mahnt Autofahrer zu Vorsicht

Für Schäden, die beim Durchfahren von Frostaufbrüchen und Schlaglöchern entstehen, müssen Autofahrer meist selbst aufkommen. Die Gemeinden haften höchstens, wenn sie auf schadhafte Stellen nicht hinweisen.


München - Der ADAC hat Autofahrer vor Gefahren durch so genannte Frostlöcher gewarnt. Durch den Winter seien auf vielen Straßen Aufbrüche und Schlaglöcher entstanden, teilte der Automobilclub mit. Da sie Schäden fast immer selbst bezahlen müssten, sollten Autofahrer auf unübersichtlichen und ihnen unbekannten Straßen besonders vorsichtig fahren und das Tempo drosseln.

Ihrer Verkehrssicherungspflicht tragen die Gemeinden in der Regel schon dann Rechnung, wenn sie bei schadhaften Straßenabschnitten auf Frostaufbrüche hinweisen und Tempolimits anordnen. Bei ausgedehnten Schäden reiche es sogar, wenn zu Beginn in jeder Richtung Gefahrenzeichen aufgestellt werden.

Gemeinden müssten dagegen besonders vor Schlaglöchern mit einem Ausmaß von 60 Zentimeter Länge, 40 Zentimeter Breite und 10 Zentimeter Tiefe warnen. Entsteht auf der Autobahn sogar ein zwölf Zentimeter tiefes Loch helfen, so das Landgericht Halle, auch Warnschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht mehr: Dann hat das Bundesland seine Verkehrssicherungspflicht eindeutig vernachlässigt.

Noch seltener als in den alten Ländern könnten Gemeinden allerdings in Ostdeutschland haftbar gemacht werden. Dort müsse dem Landgericht Bautzen zufolge auch auf wichtigen Straßen immer noch von einem desolaten Zustand ausgegangen werden.



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