Shanghai Sprechende Autos sollen Hupverbot umgehen

Keine Ruhe auf den Straßen von Shanghai: Um das seit einem Monat bestehende Hupverbot zu umgehen, rüsten kreative Chinesen ihre Autos um. Die können jetzt sprechen oder machen Musik.


Shanghai - Not macht erfinderisch: Weil die chinesische Metropole Shanghai das Hupen in der Innenstadt untersagt hat, sind auf den Straßen nun andere Töne zu hören. Um auf sich aufmerksam zu machen, würden nun viele Fahrzeuge Musik oder elektronisch aufgenommene Stimmen abgeben, weil die Fahrer ihre Wagen entsprechend umgerüstet hätten, berichtet heute die Zeitung "Shanghai Daily". Ein Taxifahrer habe gar eine Frauenstimme aufgenommen, die sagt: "Bitte aufpassen, wir biegen ab."

Das Hupverbot trat Anfang des Monats innerhalb der Äußeren Ringstraße des Stadtgebiets in Kraft, um die Lärmbelästigung durch den zunehmenden Verkehr in der Metropole mit mehr als 20 Millionen Einwohnern einzudämmen. Wer sich nicht daran hält, muss bis zu 200 Yuan (20 Euro) Strafe zahlen. Die Polizei hat derweil klargestellt, dass die Regelung nicht nur für die herkömmliche Hupe, sondern auch für andere Tonsignale gelte, ganz gleich, welcher Art das Geräusch sei.

sto/AP/dpa



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