Skurriles Auto-Urteil Finger weg vom Festnetz-Telefon

Sogar der Versuch, ein mobiles Festnetz-Telefon im Auto zu benutzen, ist strafbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gerät wegen mangelnder Reichweite gar nicht funktionieren kann. Das entschied das Amtsgericht in Bonn.


Bonn - Auch wenn ein mobiles Festnetz-Telefon aufgrund mangelnder Reichweite keine Verbindung zur Basisstation hat, ist der Versuch, es während der Autofahrt zu benutzen, strafbar. In einem vor dem Amtsgericht Bonn verhandelten Fall ging es um das mobile Gerät eines Festnetzanschlusses. Hier ist in der Regel bei rund hundert Metern Distanz von der Basisstation keine Kommunikation mehr möglich.

Der Betroffene war ungefähr drei Kilometer von seinem Haus entfernt in seinem Auto unterwegs, als das Mobilteil piepste. Er nahm es zur Hand und stellte fest, dass er keinen Empfang hatte. Das interessierte Polizei und Richter nicht. Auch das Mobiltelefon einer Festnetzanlage sei ein Gerät, das im Straßenverkehr nichts zu suchen habe. Wer es ans Ohr halte, verstoße gegen das Handyverbot


Aktenzeichen Amtsgericht Bonn: 801 OWi-335 Js 547/09 Owi-43/09

rom



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