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Stauanalyse: Die Städte mit den längsten Standzeiten

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Stau-Analyse Stuttgart quält seine Pendler am meisten

Baustellen, schmale Straßen, lange Rotphasen an der Ampel - für viele Autofahrer ist der Weg zur Arbeit eine Qual. Besonders viel Zeit verlieren die Pendler in Stuttgart. Baden-Württembergs Landeshauptstadt ist Deutschlands Stau-Metropole Nummer eins.

München - Für Berufspendler beginnt der Stress bereits mit der Fahrt zur Arbeit. Besonders in den Ballungsräumen staut sich der Verkehr regelmäßig schon an den Anschlussstellen - abgelöst von anschließendem Stop and Go von Ampel zu Ampel.

Besonders schlimm ist die Situation in Stuttgart: Die baden-württembergische Landeshauptstadt ist Deutschlands Stau-Metropole Nummer eins. Autofahrten dauern dort tagsüber im Schnitt ein Drittel länger (33 Prozent) als zu Zeiten, während deren die Straßen frei sind.

Schleichfahrt ist auch in Hamburg angesagt: Alltägliche Behinderungen verlängern in der Hafenstadt die Fahrzeit durchschnittlich um 32 Prozent. Zu den Top Fünf der deutschen Stau-Städte zählen noch Berlin (28 Prozent), Köln (26) und München (24).

Schwacher Trost für deutsche Autofahrer

Die Stauanalyse basiert auf Verkehrsdaten, die der Navigationsgerätehersteller TomTom im Jahr 2012 weltweit in rund 160 Städten erhoben hat. Dazu werden - wenn es der jeweilige Nutzer erlaubt - die Bewegungen der einzelnen Navis abgefragt, die mit den GPS-Satelliten in Verbindung stehen. So lassen sich anonymisierte Profile erstellen, die Routen und Geschwindigkeiten abbilden.

Für 2012 haben die Experten die Werte von mehreren Millionen Fahrten untersucht. In Deutschland wurden den Unternehmensangaben zufolge die zehn größten und bedeutendsten Städte berücksichtigt. Der Stau-Index bezieht dabei sowohl das lokale Straßennetz als auch Ring- und Einfallstraßen sowie Autobahnen mit ein. Ein Ranking der deutschen Städte mit den meisten Staus ist hier aufgelistet.

Im internationalen Vergleich schneiden die deutschen Ballungsräume sogar noch recht gut ab, auch wenn das für den gestressten Pendler nur ein schwacher Trost sein dürfte. Ganz extrem trifft es die Autofahrer in Moskau. Für eine Fahrt tagsüber muss man dort im Schnitt zwei Drittel (66 Prozent) mehr Fahrzeit einplanen als nachts ohne Behinderungen. Morgens in der Rushhour brauchen sie in der russischen Hauptstadt im Schnitt sogar doppelt so viel Zeit (106 Prozent). Viel Geduld braucht man auch in Istanbul (55 Prozent), Warschau (42 Prozent), Marseille (40 Prozent) und Palermo (39 Prozent).

mik/dpa
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