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22. Juni 2010, 13:47 Uhr

Straßenverkehrsordnung zur WM

Mal Elfe gerade sein lassen

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat sich für eine großzügigere Auslegung der Straßenverkehrsordnung während der Fußball-Weltmeisterschaft ausgesprochen. Wenn mit Autofahrern wegen "sportlicher Gefühlswogen" der Gaul durchgehe, solle die Polizei ein Auge zudrücken.

München - Autokorso, Hupkonzert, Kavalierstart oder Flaggenschwenker auf dem Dach: Geht es nach Minister Ramsauer, sollen sich die Ordnungskräfte während der WM zurückhalten, wenn Autofahrer über die Stränge schlagen.

"Ich habe an die Innenminister der Länder und an die Polizei appelliert, die Straßenverkehrsordnung in Anbetracht der sportlichen Gefühlswogen etwas großzügiger auszulegen, solange die Sicherheit gewährleistet ist", sagte der CSU-Politiker, dessen Auto während der WM beflaggt ist, der Illustrierten "Bunte".

Schließlich kämen zwei "Lieblingskinder" der Deutschen zusammen: Fußball und Autofahren. Ramsauer betonte weiter, dass ein gewisser Patriotismus in Deutschland wieder ganz normal sei - vor allem die junge Generation gehe damit völlig unverkrampft um.

hil/apn

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