Studie der Bundesregierung Megaliner verursachen Brückenschäden

Die Wirtschaft ist begeistert, die Automobilclubs sind entsetzt: Die Diskussion um 60-Tonnen-Lastzüge auf deutschen Straßen hält an. Eine Studie der Bundesregierung ergibt, dass die Monster-Trucks eine schwere Last für Brücken, Tunnel und Rastplätze wären.


Berlin – Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) habe unter anderem festgestellt, dass 60-Tonnen-Lastzugkombinationen mit 25 Meter Länge die Tragreserven von Brücken deutlich reduzieren würden. Dies bedeute eine häufigere Erneuerung der Brücken, schreibt die Bundesregierung in ihrer heute vom Bundestag verbreiteten Antwort auf eine Kleine Parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Auch verlangten solche Riesen-Lkw nach vorläufigen Einschätzungen wegen des größeren Ladevolumens nach erhöhten Anforderungen an die Tunnelsicherheit.

Auch hätten Unfälle mit solchen Gigalinern gravierendere Folgen als bisher, stellte die Bundesregierung fest. Nach Angaben der Bahnlobby Allianz pro Schiene ist schon heute an jedem fünften tödlichen Straßenverkehrsunfall ein Lkw beteiligt. Die Regierung wolle Einzelergebnisse der Studie der BASt im Februar veröffentlichen.

In Niedersachsen und Baden-Württemberg laufen derzeit Modellversuche mit solchen Lastzügen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee wollte im September das Projekt in Niedersachsen stoppen, die Auswirkungen solcher Megaliner auf Verkehr und Straßen seien noch nicht genügend abgeklärt, war die Argumentation.



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