Subaru R2 Das neue Gesicht

Wenn die technischen Unterschiede schrumpfen, müssen die optischen umso größer werden. Das hat auch die japanische Marke Subaru erkannt. Neue Designer formten ein neues Autogesicht – jetzt kommt das erste Modell auf den Markt.


Subaru R2: Bislang sind die Japane nie durch optisch originelle Fahrzeuge aufgefallen

Subaru R2: Bislang sind die Japane nie durch optisch originelle Fahrzeuge aufgefallen

Facelift nennt die Branche das Prozedere, wenn in der Mitte des Produktionszyklus einer Pkw-Baureihe das Auto im Wesentlichen durch optische Retuschen noch einmal angehübscht wird für die Restlaufzeit. Subaru hat nun in Japan ein völlig neues Auto vorgestellt, dennoch passt der Begriff Facelift ausgezeichnet zu diesem Vorgang. Denn die auf Allradfahrzeuge spezialisierte Marke fährt mit dem Kleinwagen R2 das erste Serienmodell mit dem neuen "Subaru-Gesicht" vor.

Der R2 ist ein 3,40 Meter langer Viertürer, der von einem 660 Kubikzentimeter großen Motor angetrieben wird, der je nach Variante 46, 54 oder 64 PS leistet (34, 40 oder 47 kW). Noch in diesem Jahr wird das Auto in Japan auf die Straßen rollen, ein Termin für den Verkaufsstart in Europa steht noch nicht fest.

Obwohl ein Minicar, ist der R2 doch ein großer Schritt des Unternehmens. Denn das Auto fährt mit einer charakteristisch gestalteten Frontpartie vor, an der sich die einzelnen Elemente wie in einem Mosaik zusammenfügen. Das Zentrum bildet die "Nase" in der Form eines dicken Tropfens. Daneben enfalten sich die "Nasenflügel" des Kühlergrills, unter ihnen befinden sich weitere Lufteinlässe und sehr viel höher sind, als spitze, schlanke Tropfen, die Scheinwerfer angeordnet.

Zu sehen war dieses Design bereits bei einigen Studien von Subaru, etwa dem Modell B 11 S beim Genfer Salon vor knapp einem Jahr oder beim offenen B9 Scrambler, der im Oktober bei der Tokio Motor Show gezeigt wurde. Mit dem R2 gelangt diese Entwicklung nun in die Serienproduktion.

Zumindest in Europa war Subaru bislang nie mit optisch originellen Fahrzeugen aufgefallen. Das soll sich nun ändern, und dazu krempelte die Unternehmensführung die Designabteilung komplett um. Seit knapp zwei Jahren ist Kiyoshi Sugimoto verantwortlich für die Gestaltung der Autos. Und als Chef der Abteilung Advanced Design konnte Andreas Zapatinas verpflichtet werden. Der Grieche hat bereits für Pininfarina, Fiat und BMW Autos gestaltet und wurde bekannt als maßgeblicher Designer des Alfa Romeo 147.



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