Subaru-Studien Hü und Hott

Die Japaner fahren mit zwei Modellen in Richtung Auto-Zukunft. Ein auf Sportlichkeit getrimmter Pick-up mit reichlich PS und ein Minimobil mit Hybridantrieb sollen sowohl die Leistungs-Fanatiker als auch Ökologie-Bewegte für die Marke einnehmen.

Von Jürgen Pander


Subaru ST-X: Das Konzeptauto

Subaru ST-X: Das Konzeptauto

Freunde der kraftvollen Fortbewegung werden sich am Konzeptauto ST-X ergötzen, dessen Serienfertigung gut vorstellbar ist. Es handelt sich um eine bis dahin nicht bekannte Kombination einer Limousine und eines Pick-ups. Bis etwa zur Hälfte seiner 4,94 Meter langen Karosserie sieht der viertürige Wagen dem Subaru-Modell Legacy Outback ähnlich. Mächtige Scheinwerfer, bullige Frontpartie, ausgestellte Radhäuser über 225er Reifen auf 17-Zoll-Fünfspeichenrädern. Dazu eine Lufthutze auf der Motorhaube und Zusatzlampen auf dem Dach. Der Viertürer scheint wie gebaut für einen Abenteuerfilm.

Von hinten erinnert das Auto allerdings eher an Vorabendserien wie "Die Waltons", denn dort waren auch häufig Pick-ups zu sehen. Autos mit Lkw-Effekt also. Beim Konzeptfahrzeug ST-X findet sich am Heck eine 1,42 Meter lange Ladefläche mit einem doppelten Boden, der jenes Gepäck aufnehmen kann, das nicht gleich jeder sehen soll.

Luxus und Sportlichkeit: Subaru ST-X

Luxus und Sportlichkeit: Subaru ST-X

Angetrieben wird das Fahrzeug von bekannten 2,5-Liter-Boxermotor mit Turbolader und einer Leistung von 230 PS (170 kW). Via Fünfgang-Schaltgetriebe gelangt die Kraft an alle vier Räder. Eine Bodenfreiheit von gut 21 Zentimetern macht den Wagen zumindest moderat geländetauglich. Im Innenraum sollen orangefarben abgesetzte Ledersitze und reichlich Zierteile aus Chrom den Insassen eine Umgebung von Luxus und Sportlichkeit vorspielen.

Ganz im Kontrast zum ST-X steht die andere Subaru-Studie, der Kleinwagen HM-01. Es ist das erste Hybridauto des Herstellers und basiert auf dem in Japan verkauften Kleinwagen Pleo. Das zweitürige Kompaktmodell mit vier Sitzplätzen misst lediglich 3,42 Meter. Angetrieben wird es von einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Wobei der 658-Kubikzentimeter-Vierzylinder-Benziner die Vorderräder antreibt und der 42-Volt-Elektromotor die Hinterräder zum Rotieren bringt. Das Elektroaggregat für den Heckantrieb leistet fünf Kilowatt und erreicht damit ein maximales Drehmoment von 144 Nm.

Subaru HM-01

Subaru HM-01

Der Kraftfluss des Benzinaggregats wird über ein stufenloses Automatikgetriebe hergestellt. Eine Start-Stopp-Automatik schaltet das Triebwerk beim Anhalten ab, ein zwei Kilowatt starker Starter lässt die Maschine beim Tritt auf das Gaspedal wieder anspringen. Welcher Motor wie viel Kraft zum Vortrieb liefert, wird über ein Steuergerät geregelt, das die jeweils effektivste und damit umweltfreundlichste Kombination beider Antriebe wählt. Bei Talfahrten oder beim Bremsen wird frei werdende Energie von einem Drehstromgenerator des Elektromotors in Elektrizität umgewandelt und in die Batterie eingespeist.

Um Kosten zu sparen, eine mögliche Serienproduktion nicht utopisch erscheinen zu lassen und um weit reichende Infrastruktur-Maßnahmen zu umgehen, nutzte Subaru beim Bau der Studie HM-01 herkömmliche elektrische Komponenten. Was den Japanern überdies gelungen ist, ist ein frisches, flottes und überaus modernes Design ihres kleinen Zukunftsmobils. So könnte man sich das Auto sehr gut auf den Straßen vorstellen.

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