Suzuki XL7 Wachstumswetter

Suzuki baut Kleinwagen. Flotte Autokerlchen für die Straße und fürs Gelände. Doch mit solchen Modellen lässt sich in den USA kein großes Geschäft machen. Also muss nun ein größeres Kaliber heran - auf der New York Autoshow debütierte der üppige Geländewagen XL 7.


Gut zwei Millionen Autos hat Suzuki im abgelaufenen Geschäftsjahr gebaut - und keines davon war länger als 4,47 Meter. Auf diese Länge streckt sich der Allradler Grand Vitara, das bislang größte Modell von Suzuki, wobei die Masse der Fahrzeuge dieser Marke deutlich kleiner ist. Kleinwagen sind die Domäne der Japaner aus Hamamatsu, in Deutschland bespielsweise sind unter anderem die Knirpse Swift und Ignis, Alto und Wagon R am Start.

Premiere in New York: Toshihiro Suzuki, Autochef der GM-Marke Suzuki, stellt den SUV XL 7 vor
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Premiere in New York: Toshihiro Suzuki, Autochef der GM-Marke Suzuki, stellt den SUV XL 7 vor

Nun aber denken die Suzuki-Verantwortlichen auch in größeren Dimensionen. Erste Frucht dieser Überlegungen ist der Mittelklasse-SUV mit dem bezeichnenden Namen XL 7. Das "extra large"-Auto von Suzuki wurde auf der gerade laufenden New York Auto Show erstmals vorgestellt und soll noch in diesem Jahr in den USA auf den Markt kommen. Ein Verkauf des Autos in Europa, so heißt es derzeit bei Suzuki, sei vorläufig nicht vorgesehen. Dazu ist der Wagen vielleicht auch optisch etwas zu brav geraten. Mit Ausnahme der merkwürdig gestalteten Blinker, die unterhalb und neben den Frontscheinwerfern platziert wurden, wirkt das Auto seltsam uninspiriert und lieblos gestaltet.

Immerhin ist der XL 7 groß. Das neue Modell misst 4,99 Meter in der Länge und übertrifft so den Grand Vitara um mehr als einen halben Meter. Ebenso wird auch das ebenfalls ausschließlich in den USA angebotene Vorgängermodell deutlich übertroffen. Den Passagieren verspricht Chefingenieur Koji Yamada "flexible Platzverhältnisse für den aktiven Lebensstil unserer Zeit". Mit anderen Worten: Es gibt bis zu sieben Sitzplätze, die Sitze einschließlich des Beifahrersitzes können jedoch auch so zusammengefaltet werden, dass maximaler Stauraum auch für sperrige Ladegüter entsteht.

Weil Suzuki für das neue Modell auf eine Plattform des General-Motors-Konzerns zurückgreifen konnte und auch der Motor, ein 3,5-Liter-V6 mit 250 PS und 374 Newtonmeter, aus dem GM-Baukasten stammt, dauerte die Entwicklungszeit lediglich drei Jahre. Verkauft werden soll das Auto wahlweise mit Front- oder Allradantrieb und zwar - je nach Ausstattung - zu Preisen zwischen 23.000 und 29.000 Dollar.

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