Technische Probleme Daewoo ruft Zehntausende Autos in die Werkstatt

Nach Toyota und Honda muss nun auch Daewoo Fahrzeuge nachbessern: Im Heimatland des Konzerns werden zunächst 58.000 Pkw in die Werkstätten beordert. Eine Ausweitung der Aktion auf ausländische Märkte ist bereits beschlossen.

Verladung von Daewoo-Pkw: Rückruf für 58.000 Fahrzeuge in Südkorea
AFP

Verladung von Daewoo-Pkw: Rückruf für 58.000 Fahrzeuge in Südkorea


Seoul - Großangelegte Rückrufaktion in Südkorea: Wegen technischer Defekte hat die südkoreanische GM-Tochter Daewoo auf ihrem Heimatmarkt mehr als 58.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen. Der zunächst nur für Südkorea geltende Rückruf werde auch auf Modelle im Ausland ausgeweitet werden, teilte der drittgrößte Autobauer des Landes am Sonntag mit. Über die Zahl der betroffenen Länder oder den Umfang der Rückrufaktion im Ausland wurden zunächst keine Details genannt. Hierzu müssten erst genaue Daten ermittelt werden, hieß es.

In Südkorea waren nach Angaben des Verkehrsministeriums die Daewoo-Modelle Winstorm, Lacetti Premiere und Damas von den technischen Mängeln betroffen. Beim SUV-Modell Winstorm gab es demnach bei Fahrzeugen mit den Baujahren 2006 und 2007 Probleme mit der Lenkung. Die Limousine Lacetti Premiere mit Baujahr 2009 bis Anfang 2010 fiel durch Defekte an den Benzinschläuchen auf. Beim Minivan Damas mit Baujahr 2009 stellten sich die Brandschutzvorkehrungen als unzureichend heraus.

Auch der größte südkoreanische Autobauer Hyundai musste im Februar und März Zehntausende Fahrzeuge zurückrufen. Am als schwersten von technischen Problemen betroffen gilt derzeit der japanische Toyota-Konzern, der wegen fehlerhafter Brems- und Gaspedale in den vergangenen Monaten mehr als acht Millionen Fahrzeuge weltweit in die Werkstätten zurückrufen musste, darunter sechs Millionen in den USA.

mak/AFP



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