Tempo 200 Renault überprüft "Zwangsraser-Affäre" juristisch

Der französische Autokonzern Renault hat massive Zweifel an dem "unfreiwilligen Autobahnraser", der kürzlich wegen einer Elektronikpanne eine Stunde lang unkontrolliert mit Tempo 200 über Frankreichs Autobahnen fuhr. Nach einer Überprüfung des Fahrzeugs will der Autohersteller den Sachverhalt nun gerichtlich klären lassen.


Renault Vel Satis: Hersteller hegt Zweifel an der Version eines Rasers

Renault Vel Satis: Hersteller hegt Zweifel an der Version eines Rasers

Paris - Sollte der Raser die Geschichte erfunden haben, muss er mit Schadenersatzforderungen rechnen. Der 30-jährige Autofahrer hatte angegeben, er habe seinen Renault nach einem Überholvorgang nicht mehr abbremsen können. Der Wagen habe auf Tempo 200 beschleunigt. Erst nach einer Stunde sei es ihm gelungen, die Kontakt-Chipkarte herauszuziehen und den Motor zu stoppen. Schuld sei der elektronische Geschwindigkeitsregler.

Renault erklärte, alle elektronischen, hydraulischen und mechanischen Funktionen des Fahrzeugs seien heute überprüft worden. Dabei sei "keine Funktionsstörung festgestellt" worden. "Das Bremssystem, das kein Zeichen ungewöhnlicher Abnutzung zeigt, das Gaspedal, die Motorgruppe und der Geschwindigkeitsregler arbeiten alle einwandfrei." Besorgt wegen der "Folgen dieser Affäre für den Ruf seiner Produkte" habe Renault beschlossen, den Fall von der Justiz klären zu lassen.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.