Verkehr Tirol weitet Fahrverbote auf die Skisaison aus

Ursprünglich sollten die Fahrverbote in Tirol nur bis zum 15. September gelten - jetzt wird auch im Winter reglementiert. Die Maßnahme richtet sich vor allem gegen diejenigen, die über Deutschland Richtung Süden reisen.

Fahrverbote gegen den Verkehrskollaps - auch über den 15. September hinaus
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Fahrverbote gegen den Verkehrskollaps - auch über den 15. September hinaus


Die regionalen Fahrverbote in Tirol sollen auch im Winter gelten. Das gab der Landeschef des österreichischen Bundeslandes, Günther Platter, in Meran bekannt. Die Kombination von Güterverkehr, Skitourismus und Schnee könnte sonst zu einem Verkehrskollaps führen, warnte der Politiker von der konservativen ÖVP. "Dem greifen wir nun vor", sagte Platter.

Seit Ende Juni gelten im Großraum Innsbruck und in den Bezirken Reutte sowie Kufstein an Wochenenden Fahrverbote. Ziel ist es, dass die Reisenden nur die Autobahn und keine Ausweichrouten nutzen. Die Entscheidung führte zu heftiger Kritik aus Deutschland. Tirol pocht auf weitere Schritte wie eine Korridormaut von München bis Verona, um den Lkw-Verkehr über den stark belasteten Brenner zu drosseln.

Die derzeitigen Maßnahmen gelten bis 15. September. Verkehrsexperten werden nun die genauen Geltungsbereiche und Zeiträume für den Winter ausarbeiten, sagte die Grüne Ingrid Felipe, die in der Tiroler Regierung für Verkehrsfragen zuständig ist. Seit Ende Juni seien aufgrund der Verbote rund 20.000 Fahrzeuge zurückgewiesen worden.

mfu/dpa



insgesamt 86 Beiträge
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ediart 03.09.2019
1. Richtig
Die Regionen werden überrollt von dem Autoverkehr für Anwohner unerträglich. So solche Maßnahmen brauchen wir hier auch in den Städten vorallen!!!
ixtec 04.09.2019
2. Absolu korrekt
Habe selber 7 Jahre in Innsbruck gelebt (als gebürtiger Deutscher) und kenne die Region von Tirol, da sind überwiegend kleine Dörfer mit ihren Hauptortsdurchfahrtstraßen (sorry langes Wort), die aber auch hauptsächlich vom lokalen Verkehr benötigt werden. Wenn da jetzt Staus von Urlaubern sich durchwälzen würden, das würde das Dorf kaputt machen. Stehe deshalb absolut hinter den Durchfahrtsverboten. Da muss es dann eben breitere und/oder mehr Transitstrecken geben.
ape 04.09.2019
3. Wegelagerei
...Nötigung zur Maut. So wird richtig Geld verdient. Das macht den Öster reicher.
mrmink 04.09.2019
4. zu recht
da haben die österreichischen Behörden doch vollkommen Recht. Wer möchte schon das ganze Wochenende tausende Autos über die Landstraßen durch die Dörfer haben. Es muss dringend der Verkehr auf die Schiene verlegt werden und das dies nicht passiert ist die deutsche Politik schuld.
jasper366 04.09.2019
5.
Quatsch. Durchgangsverkehr hat auf den dafür (aus)gebauten Straßen zu bleiben. Ortsdurchfahrten sind für solch Automassen einfach nicht geeignet. Vor ein paar Wochen war die A45 bei Burbach an einem Wochenende voll gesperrt weil man da zwei neue Stahlbrücken eingehoben hat. Der Verkehr sollte die A45 weiträumig umfahren. Hätte sich der Durchgangsverkehr tatsächlich an diese Forderung gehalten, wäre es auf der Umleitungsstrecke durch zwei Orte nicht zu langen Staus gekommen. Warum waren Fahrzeuge mit Kennzeichen F, OF, AB, MS, DO etc auf der A45 unterwegs? Hätten nur die regionalen Autobahnnutzer diese Umleitung benutzt, wäre es kaum zu Behinderungen gekommen. Naja, vielleicht lernen sie ja daraus, dieses Mißachten der Umleitungsstrecke hat sie somit bis zu knapp 2 Stunden gekostet, Da wären Sie über A3 und A1 (LEV - DO) deutlich schneller unterwegs gewesen, zumal diese ja auch durchgängig Dreispurig ausgebaut sind. https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/sauerlandlinie-juli-rund-stunden-voll-gesperrt-12783668.html
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