Rückschlag für Wasserstoff-Technik Toyota startet Elektroauto-Offensive

Toyota schwenkt auf VW-Kurs um: Die Japaner wollen verstärkt Elektroautos mit Batterie auf den Markt bringen. Ins Hintertreffen gerät die Brennstoffzelle.
Elektro-Konzeptautos von Toyota Motor

Elektro-Konzeptautos von Toyota Motor

Foto: Naomi Tajitsu/ REUTERS

Toyota erhöht das Tempo bei der Entwicklung von Elektroautos. Schon 2025 und damit fünf Jahre früher als geplant sollen Fahrzeuge mit Batterieantrieb die Hälfte vom weltweiten Umsatz einbringen, teilte der hinter Volkswagen weltweit zweitgrößte Autobauer in Tokio mit.

Damit ähnelt Toyotas Strategie bei neuen Antrieben zunehmend der des wichtigsten Konkurrenten VW. Die Wolfsburger wollen bis 2028 insgesamt 22 Millionen Elektroautos mit Batterieantrieb verkaufen.

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Bei batterie-elektrischen Autos hinkte Toyota zuletzt vor allem Konkurrenten wie Nissan oder Tesla hinterher. Der japanische Konzern hatte sich lange auf die Hybrid- und Brennstoffzellentechnik konzentriert. Hauptenergiequelle sollte künftig Wasserstoff sein. Toyota baut bereits den Mirai, eines der ersten Wasserstoffautos in Serienproduktion.

Diese Technik ist dem Konzern weiterhin wichtig. Wasserstoffautos wie der Mirai (Preis: ab 78.600 Euro) würden bald erschwinglicher, erklärte das Unternehmen im Mai. Doch so große und zeitnah gesetzte Umsatzziele wie nun für Batterieautos nannte Toyota zuletzt nicht.

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Der Kursschwenk fällt dem Konzern offenbar nicht leicht. Der Absatz von E-Autos werde 2025 noch unter einer Million Einheiten jährlich liegen und damit hinter den Verkäufen von Hybridmodellen zurückbleiben. Zudem könne der Konzern die Nachfrage nach Elektroautobatterien nicht selbst befriedigen, sagte Toyota-Manager Shigeki Terashi.

Engpässe beim Batterienachschub

Daher werde das Unternehmen mit dem chinesischen Batterieanbieter CATL und dem Elektroautospezialisten BYD kooperieren. Toyota forscht seit Jahrzehnten an Batterien für E-Autos und produziert diese Stromspeicher gemeinsam mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic.

Andere Autobauer kämpfen ebenfalls mit Engpässen beim Batterienachschub. Volkswagen will deswegen knapp eine Milliarde Euro in eigene Fabriken investieren. Außerdem planen die Regierungen in Berlin und Frankreich ein Batteriezellenkonsortium, um diese Schlüsseltechnologie nicht asiatischen und amerikanischen Zulieferern zu überlassen.

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Die Gewinne bei E-Autos hinkten der Nachfrage allerdings hinterher, warnte Toyota-Manager Terashi. Zuletzt hätten sich die Bedingungen zwar verbessert. Es bleibe aber schwierig, das Geschäft profitabel zu machen.

Vor diesem Hintergrund hatte Toyota am Donnerstag eine Partnerschaft mit Subaru angekündigt. Die beiden Autobauer wollen sich die Kosten für die Entwicklung eines Elektro-SUV teilen.

Toyota kündigte außerdem an, im nächsten Jahr ein kompaktes Elektroauto mit zwei Sitzen auf den Markt zu bringen. Es soll maximal 60 km/h schnell fahren und mit einer Batterieladung 100 Kilometer weit kommen.

nis/rtr
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