Toyota Triathlon Race Car Next level

Wie sieht ein Sportwagen aus, der die heute Zehn- bis 20-Jährigen begeistert? Diese Frage stellten sich die Entwickler in Toyotas europäischem Designzentrum. Ihre in einem Konzeptauto geronnenen Antworten sind jetzt beim Genfer Salon zu sehen. Das erste Auto der Generation Playstation.

Von Jürgen Pander


Toyota Triathlon Race Car: Erstes Auto der Generation Playstation
AFP

Toyota Triathlon Race Car: Erstes Auto der Generation Playstation

Das mit dem Computerspiel ist nicht nur eine Metapher. Tatsächlich fegt die Toyota-Studie Triathlon Race Car bereits virtuell über unterschiedlichste Rennpisten. Im Sony-Playstation-Spiel "Gran Turismo 4" kann der Wagen bereits per Joystick dirigiert werden. Spieleentwickler Kazunori Yamauchi berichtet, die Übernahme einer realen Autostudie in die digitale Welt der Computer-Racer sei eine "aufregende Erfahrung" gewesen.

Ziemlich aufregend sieht der zweisitzige, gut vier Meter lange und 1,93 Meter breite Wagen auch in natura aus. Das Grundlayout erinnert an einen Formel-1-Rennwagen. Toyota möchte vor allem drei Dinge mit diesem Auto hervorheben - deshalb auch der Name Triathlon: Sein Engagement im Motorsport, seine Erfahrung mit Allradfahrzeugen und seine Kompetenz bei umweltfreundlichen, modernen Technologien.

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Toyota Triathlon Race Car: Next level

Das Triathlon Race Car ist mit einer Brennstoffzelle ausgestattet, die Energie liefert für vier Elektromotoren. Jedes Rad ist mit einem dieser Motoren ausgestattet, eine Art autarker Allradantrieb also. Es wird aber nicht nur jedes Rad einzeln angetrieben, sondern auch seine Aufhängung separat gesteuert. Sensoren überwachen den Straßenbelag und regeln daraufhin die Karosseriehöhe, die Fahrwerksabstimmung und die Traktion. So kann das Auto auf unterschiedlichstem Terrain sportlich bewegt werden: Auf klassischen Rennstrecken ebenso wie auf Geländekursen. Außerdem gibt es auch eine Abstimmung für das flotte Vorwärtskommen auf sehr engen Parcours oder in Städten.

Neben dem Hightech-Antrieb und der futuristischen Karosserieform installierten die Japaner zukunftsweisende Bedientechnik, die gemeinsam mit den Unternehmen Denso und Canon entwickelt wurde. Toyota nennt das System Mixed-Reality-Technologie. Um sie nutzen zu können, tragen Fahrer und Beifahrer einen Spezialhelm, auf dessen Visier alle relevanen Informationen projiziert werden - ähnlich wie bei so genannten Head-up-Displays, die einige Autohersteller (Cadillac, BMW) bereits anbieten.

Allerdings werden nicht nur die klassischen Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Kilometerstand oder Temperatur angezeigt, sondern auch Navigationsdaten, Informationen über die Strecke, die Fahrbahnbeschaffenheit und die jeweilige Konfiguration des Fahrwerks. Nahezu die komplette, das Auto umgebende Realität wird von Sensoren erfasst und den Insassen in ihre "Helm-Wirklichkeit" übermittelt. Toyota hält dies für einen "wichtigen Schritt im Bereich der aktiven Sicherheit, da es den Fahrer unterstützt, das Fahrzeug sicherer und präziser zu navigieren und zu steuern."

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